Am Donaukanal, wo täglich unzählige Menschen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen aufeinandertreffen, ist es wichtig, einen respektvollen Umgang zu pflegen. Deshalb starten im Juni und September 2023 die Fairnesswochen, die das Ziel haben, Konflikte zu vermeiden und das Verständnis füreinander zu stärken. Und lest das nicht falsch: Die Resonanz aus dem Vorjahr war grandios! Ganze 90 Prozent der Befragten standen hinter solchen Initiativen. Das zeigt, wie dringlich die Sache ist.
Ein häufig geäußerter Wunsch war, die Orientierung an stark frequentierten Stellen zu verbessern. Dazu gehören sichtbarere Markierungen zur Fairnesszone und großflächige Hinweise an wichtigen Orten. Christian Sapetschnig, der Stellvertreter der Bezirksvorsteherin, hat sich intensiv mit diesen Umsetzungen beschäftigt. Und da gibt es nicht nur Bodenmarkierungen! Entlang des Donaukanals finden auch persönliche Gespräche mit Dialogpartnern statt, um den empathischen und freundlichen Umgang zwischen Fußgängern und Radfahrern zu fördern. Petra Jens, die Fußgängerinnenbeauftragte der Stadt Wien, hebt hervor, wie wichtig respektvolles Verhalten ist.
Gemeinsam für Fairness
Die Fairnesswochen sind ein Gemeinschaftsprojekt, unterstützt von der Bezirksvorstehung Alsergrund, der Mobilitätsagentur Wien, Schulen, Vereinen und weiteren Organisationen. Bezirksvorsteherin Saya Ahmad hat immer wieder betont, wie notwendig es ist, an Fairness zu erinnern. Diese Initiative wird durch die „Fairnesszone“ ergänzt, die mit blauen Bodenmarkierungen die Menschen dazu anregen soll, Rücksicht zu nehmen und Platz zu teilen.
Im Mai und September 2025 fanden die Fairnesswochen Alsergrund bereits mit großem Erfolg statt. Ein besonderes Highlight war das Geh-Café an der Friedensbrücke, das etwa 90 Teilnehmerinnen anlockte. Persönliche Anekdoten und wissenschaftliche Inputs zur Geschichte des Donaukanals sorgten für einen lebhaften Austausch. Das Kinderbüro der Universität Wien bot ein kreatives Mitmach-Programm, das auch Erwachsene anspricht. Wer hätte gedacht, dass Bastelaktionen mit Sockenpuppen so viele Gespräche über Fairness anstoßen könnten?
Ein Raum für Begegnungen
Die Fairnesswochen verwandelten den Donaukanal in eine Bühne für urbanes Miteinander. Aktionen wie faire Sofa-Gespräche, die Fairness-Staffel und eine Tafel für Zukunftsbotschaften brachten die Menschen zusammen. Am DOCK gab es einen kostenlosen Rad-Check, organisiert von der Mobilitätsagentur und STADTpsychologie. Trotz Regenwetter war die Teilnahme rege, und das zeigt, wie wichtig das Thema ist. Es gab sogar virtuelle Radtouren durch Wien! Das „FAIRrückt“-Fest von JUVIVO war ein weiterer Höhepunkt, der den Austausch über die Fairnesszone förderte.
In der heutigen Zeit, wo die Konkurrenz um Flächen im öffentlichen Raum immer mehr zunimmt, wird deutlich, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse der Bewohner:innen ernst zu nehmen. Der öffentliche Raum muss nicht nur für soziale Interaktionen und Sport genutzt werden, sondern auch an klimatische Veränderungen angepasst werden. Das Ziel ist es, eine höhere Aufenthaltsqualität zu schaffen und den Austausch zwischen den verschiedenen Nutzerinnengruppen zu fördern. Und diese Fairnesswochen, die im Alsergrund stattfinden, sind ein Schritt in die richtige Richtung!