In Tirol wird Bildung großgeschrieben – und das nicht ohne Grund. Die Katholische Erwachsenenbildung in Tirol hat ihren Wirkungsbericht für 2025 vorgestellt, und die Zahlen sprechen Bände. Mit insgesamt 3.983 Bildungsveranstaltungen an 327 Orten haben sich sage und schreibe 72.006 Teilnehmende auf den Weg zu Wissen und Gemeinschaft gemacht. Man kann fast sagen, dass die Tiroler Bevölkerung hungrig auf Bildung ist. Und das war noch nicht alles: Über 389.000 Menschen haben die Angebote und Einrichtungen besucht, was zeigt, wie wichtig diese Bildungsangebote in der Region sind.

Die Statistiken sind beeindruckend. 765 Referierende haben ihr Wissen und ihre Erfahrung eingebracht, während 1.037 Ehrenamtliche mehr als 31.110 Stunden gebraucht haben, um diese Bildungsangebote zu realisieren. Das ist eine ganz schön beachtliche Leistung! In den Bibliotheken wurden über 375.000 Entlehnungen verzeichnet – da haben sich die Tiroler ganz offensichtlich die ein oder andere spannende Lektüre geschnappt. Und die Zufriedenheit der Teilnehmenden? Die liegt bei fantastischen 1,1 – das spricht doch für sich!

Ein Blick auf die Vielfalt der Bildungsangebote

Die Erwachsenenbildung in der Diözese Innsbruck ist unter dem Bereich „BILDUNG.gestalten“ organisiert. Hier wird Bildung nicht nur als Wissensvermittlung verstanden, sondern als Quelle der Orientierung, Gemeinschaft und Hoffnung. Beispiele gefällig? Das Bildungshaus Osttirol hat 527 Veranstaltungen organisiert und 11.202 Besucher angelockt. Auch das Katholische Bildungswerk Tirol kann sich sehen lassen: 2.882 Veranstaltungen und 336.436 Besucher – das ist eine Hausnummer! Das Haus der Begegnung in Innsbruck und das Bildungshaus St. Michael in Matrei am Brenner haben ebenfalls ihren Teil dazu beigetragen, indem sie 264 bzw. 185 Veranstaltungen angeboten haben.

Besonders hervorzuheben ist die Interne Akademie, die mit 96 Formaten 2.475 Teilnehmende begeistert hat. Und nicht zu vergessen die Kunstvermittlung – 29 Angebote, bei denen 897 Besucher in die Welt der Kreativität eintauchen konnten. Es scheint, als wäre für jede und jeden etwas dabei, und das hat auch seine Früchte getragen: Die Bildungsarbeit wurde sogar mit Auszeichnungen gewürdigt!

Die Herausforderungen der katholischen Erwachsenenbildung

Doch wie geht es weiter? Ein Arbeitspapier der Deutschen Bischofskonferenz, das sich mit der katholischen Erwachsenenbildung beschäftigt, zeigt auf, dass es auch Herausforderungen gibt. Verantwortliche werden darauf hingewiesen, dass aktuelle Problematiken im Bereich der Erwachsenenbildung erörtert werden müssen. Immer mehr Menschen suchen nach intellektuell anregenden Diskursen zu religiösen und ethischen Fragen. Das ist eine spannende Entwicklung, die zeigt, dass die Leute nicht nur einfache Antworten wollen.

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Allerdings wird die kirchliche Bildung zunehmend weniger gefördert. Die öffentliche Hand konzentriert sich hauptsächlich auf berufsqualifizierende Weiterbildung, während die diakonischen und pastoralen Konzepte der Kirche oft durch das Raster fallen. Das Arbeitspapier schlägt vor, neue Strategien zu entwickeln, beginnend mit einer kritischen Analyse des Status quo. Es ist klar, dass die katholische Erwachsenenbildung als komplementäre Größe zur Erwachsenenkatechese gesehen werden muss, um den Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden.

Es bleibt spannend, wie sich die katholische Erwachsenenbildung in Tirol und darüber hinaus weiterentwickeln wird. Die Basis ist gelegt, die Nachfrage ist da, und es gibt ein starkes Netzwerk von Engagierten. Ein engagiertes Miteinander könnte die Bildung in den kommenden Jahren noch weiter stärken – und das ist doch ein Grund zur Freude!