Am Freitag, dem 8. Mai, fand im Landhaus Innsbruck eine besondere Zeremonie statt, die die Herzen vieler Tiroler höherschlagen ließ. Landeshauptmann Anton Mattle zeichnete insgesamt 14 bemerkenswerte Persönlichkeiten mit dem Tiroler Adler-Orden aus. Diese Auszeichnung, die 1970 ins Leben gerufen wurde, ehrt Menschen, die sich in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Soziales, Katastrophenschutz, Landwirtschaft und Verwaltung verdient gemacht haben. Die Verleihung war nicht nur ein feierlicher Akt, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für das Engagement, das diese Personen für Tirol und darüber hinaus zeigen.
Die Liste der Ausgezeichneten ist beeindruckend. Der Große Tiroler Adler-Orden ging an Ilse Aigner aus Miesbach in Deutschland, die sich für die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Bayern und Tirol eingesetzt hat. Ulrike Susanne Baro aus Kitzbühel wurde für ihr soziales Engagement und die Unterstützung von Tiroler Projekten gewürdigt, während Hans Niessl aus Eisenstadt für die Zusammenarbeit zwischen Burgenland und Tirol sowie seine Verdienste in „Sport Austria“ ausgezeichnet wurde. Auch Daniel Risch aus Vaduz, Liechtenstein, erhielt die Ehre für seine internationale Zusammenarbeit mit Tirol.
Tiroler Adler-Orden in Gold und Silber
Die Tiroler Adler-Orden in Gold wurden Francesca Ferlaino aus Innsbruck, die sich für den Wissenschaftsstandort Innsbruck in der Experimentalphysik stark gemacht hat, und Judith Williams aus Herrsching am Ammersee, die bedeutende Beiträge für den Wirtschaftsstandort Tirol geleistet hat, überreicht. Im Bereich Silber erhielten Heinz Stiefelmeyer aus Wien, der sich um Hochwasserschutzmaßnahmen in Tirol kümmerte, sowie Michael Svoboda aus Hollabrunn, der sich um den Tiroler Kriegsopfer- und Behindertenverband verdient gemacht hat, die Auszeichnung. Erwin van Lambaart aus Wien und Georg Vogl aus Neubeuern in Deutschland wurden ebenfalls für ihre wichtigen Beiträge, wie die Unterstützung von Casinos und den Schutz vor Hagelschäden, geehrt.
Ein weiterer Silberorden ging an Elisabeth Werner aus Brüssel, die die Zusammenarbeit zwischen der EU und Tirol fördert. Herbert Grünsteidl aus Wien wurde für die Unterstützung Tiroler Veranstaltungen in der Bundeshauptstadt ausgezeichnet, während Harald Klingenstein aus Strasshof an der Nordbahn für die Förderung Tiroler Interessen als Protokollchef der Stadt Wien geehrt wurde. Thomas Strubreiter aus Scheffau am Tennengebirge erhielt die Auszeichnung für seine Bemühungen zur Erhaltung seltener Tiroler Nutztierrassen in der Arche Austria.
Ein Blick auf die Geschichte des Tiroler Adler-Ordens
Der Tiroler Adler-Orden wurde 1970 vom Tiroler Landtag ins Leben gerufen und in drei Rangstufen vergeben: dem Großen Tiroler Adler-Orden, dem Tiroler Adler-Orden in Gold und dem Tiroler Adler-Orden in Silber. Diese Auszeichnung richtet sich nicht nur an Tiroler, sondern auch an Persönlichkeiten außerhalb Tirols, die sich um das Bundesland verdient gemacht haben. Der Orden würdigt somit das Engagement in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Gesundheit, Kultur, Bildung, Wissenschaft, Medien, Verwaltung, Sport und die Hilfe für Menschen in Not.
Insgesamt wurden in diesem Jahr 17 Personen ausgezeichnet, darunter auch viele, die über die Grenzen Tirols hinaus bekannt sind. Persönlichkeiten wie Wolfgang Ambros, die Austropop-Legende, und Andreas Kiefer, der vormals Generalsekretär im Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates, gehören zu den weiteren Trägern des Großen Tiroler Adler-Ordens. Diese Vielfalt zeigt, wie wichtig es ist, Menschen zu ehren, die in unterschiedlichen Bereichen Herausragendes leisten und damit Tirol und seine Werte in die Welt tragen.