Heute ist der 7.05.2026, und während die ersten Sonnenstrahlen über die Tiroler Berglandschaft kitzeln, gibt es einen besonderen Grund zum Feiern. Der Landeskulturfonds (LKF) wird in diesem Jahr 75 Jahre alt. Ein kleines Jubiläum für eine Institution, die seit 1951 der wichtigste Finanzierungspartner der Tiroler Landwirtschaft ist. In den letzten Jahrzehnten hat der LKF nicht nur die bäuerliche Struktur unterstützt, sondern auch viele kommunale Projekte ins Leben gerufen. Dabei geht es nicht nur um Wasser und Abwasser, sondern auch um Schulen, Pflegeeinrichtungen und Feuerwehrwesen. Das ist nicht nur wichtig, sondern auch ein Zeichen für die nachhaltige Entwicklung unserer Dörfer!

Mit über 26.000 vergebenen Krediten und fast einer Milliarde Euro an bereitgestellten Darlehen hat der LKF einen entscheidenden Beitrag zur Modernisierung des ländlichen Raums geleistet. Und das, obwohl die Anzahl der finanzierten Projekte immer mehr sinkt, während die durchschnittlichen Darlehenssummen in die Höhe schießen. Von anfänglich 300 bis 600 Krediten pro Jahr mit lächerlichen 7.000 Euro im Schnitt, haben wir uns inzwischen zu rund 150 Krediten mit durchschnittlich 100.000 Euro pro Jahr hochgearbeitet. Die Landwirtschaft und die Gemeinden stehen vor neuen Herausforderungen, sei es in Bezug auf Tierwohl, Umwelt oder die steigenden Bau- und Betriebskosten.

Ein Blick auf den Sillerhof

Am Sillerhof, einem Biobauernhof in Rinn, wird die moderne Landwirtschaft quasi greifbar. Mit einem klaren Fokus auf Tierwohl haben die Betreiber André und Franziska Kiechl 2024 53 von 55 Rinderställen in Laufställe umgebaut. Ein Schritt, der nicht nur für die Kühe, sondern auch für die Verbraucher von Bedeutung ist. Denn ein wachsendes Konsumbewusstsein ist entscheidend für die Erhaltung der bäuerlichen Strukturen und der herrlichen Tiroler Kulturlandschaft. Der LKF investierte dieses Jahr 19 Millionen Euro in 143 neue Kredite – das ist richtig viel Holz, um den Landwirten unter die Arme zu greifen!

Die Bilanzpressekonferenz fand direkt am Sillerhof statt, wo die aktuellen Zahlen präsentiert wurden. LKF-Geschäftsführer Thomas Danzl berichtete von 143 Neukrediten und einem aushaftenden Kreditvolumen von 122 Millionen Euro. Die durchschnittliche Kredithöhe lag dieses Jahr bei rund 161.000 Euro. Die Kiechls fördern nicht nur ihre Tiere, sondern auch die regionale Lebensmittelproduktion. Die Familie produziert seit über 30 Jahren Milch und verkauft Produkte wie Käse, Joghurt und Topfen. Und das alles aus einem Betrieb, der durch mehrere Einkommensquellen, wie André’s Holzschlägerungsunternehmen und Franziska’s Tätigkeit als Physiotherapeutin, unterstützt wird.

Die Zukunft im Blick

Doch was bringt die Zukunft für die Tiroler Landwirtschaft? Ab diesem Jahr wird der LKF auch Investitionen in Bildung, Kinderbetreuung und Gesundheit fördern. Ein Schritt, der die Verknüpfung von Landwirtschaft und gesellschaftlicher Verantwortung stärkt. Und das ist wichtig, denn die Anforderungen an die Gemeinden wachsen. Die Landwirte stehen vor der Herausforderung, ihre Betriebe nachhaltig und zukunftssicher zu gestalten. Das Zinsniveau für geförderte Kredite ist seit Juli 2025 von 3% auf 1,7% gesunken – das ist eine Erleichterung, die vielen Betrieben finanziellen Spielraum gibt.

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Im Jahr 2026 stehen österreichischen land- und forstwirtschaftlichen Familienbetrieben erneut 180 Millionen Euro im Rahmen des Agrarinvestitionskredits (AIK) zur Verfügung. Bundesminister Norbert Totschnig betont, wie wichtig diese geförderten Investitionen für die wirtschaftliche Stabilität und regionale Wertschöpfung sind. Der AIK erleichtert den Zugang zu langfristigen Finanzierungen und bietet den Betrieben so Planungssicherheit in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld. Ein Beispiel: Ein Betrieb mit einem Agrarinvestitionskredit von 300.000 Euro und einem Bruttozinssatz von 4,5% kann durch den Zinsenzuschuss bis zu 45.700 Euro Unterstützung erhalten. Das ist doch wirklich ein Anreiz für unsere Bauern!

In den letzten fünf Jahren wurden über 7.500 Betriebe gefördert, was Investitionen von mehr als 1,8 Milliarden Euro ermöglicht hat. Es ist klar zu sehen: Der Landeskulturfonds bleibt ein verlässlicher Partner für bäuerliche Betriebe und den ländlichen Raum – und das auch in Zukunft. Auf die nächsten 75 Jahre!