Heute ist der 21.05.2026, und während die Sonne über Schwaz aufgeht, kehren die Tiere zurück auf die Almen. Rinder, Schafe, Pferde und Ziegen – sie alle freuen sich, die frischen Wiesen in der Zillertaler Almenlandschaft zu erkunden. In den letzten zwei Jahrzehnten hat Tirol sich intensiv um den Naturschutz auf diesen Almen gekümmert. Projekte im Rahmen des Förderangebotes „Naturschutzplan auf der Alm“ haben bereits vielen Lebensräumen auf über 30 Almen in den Naturparks Kaunergrat, Karwendel und Zillertaler Alpen zu neuem Glanz verholfen.

Jetzt ist die dritte Auflage des Naturschutzplans im Naturpark Zillertaler Alpen angelaufen und wird bis 2027 laufen. Hier stehen fünf Almen im Fokus, deren Almweiden erhalten, gepflegt und wiederhergestellt werden sollen. Das klingt nach viel Arbeit, aber die Maßnahmen sind gut durchdacht: von der Renaturierung von Almtümpeln bis hin zum Schutz von Mooren und dem Auflichten von zugewachsenen Weideflächen – alles hat seinen Platz. Almbäuerinnen und -bauern freuen sich über die Unterstützung, die je nach Maßnahme in Form von Förderungen kommt.

Gemeinsam für die Natur

In diesem Jahr werden im Zillertal über 3,5 Hektar für die Almpflege bearbeitet. Dabei ist die Unterstützung durch Ehrenamtliche ein echter Segen. Sie packen mit an und helfen den AlmbewirtschafterInnen, die oft vor riesigen Herausforderungen stehen. Naturschutzlandesrat René Zumtobel hat es treffend gesagt: Die Naturschutzförderungen sind von großer Bedeutung für Tirol. Rund jeder fünfte Landwirtschaftsbetrieb im Land bezieht mittlerweile Förderungen aus dem ÖPUL-Programm – das zeigt, wie wichtig diese Initiativen sind.

Die Initiative „Naturschutzplan auf der Alm“ hat seit 2008 einen bemerkenswerten Umsetzungsgrad von über 95 Prozent erreicht! Das ist doch mal eine Ansage. Über 20 Projektwochen mit Freiwilligen wurden bereits organisiert, und die Begeisterung für die Almpflege scheint ungebrochen. Mit einem eingereichten Förderantrag, der genehmigt wurde, geht es nun weiter. Die Umsetzung der Pläne läuft bis Ende des Almsommers 2027 und bringt frischen Wind in die Almen.

Vielfalt auf der Alm

Ein zentraler Punkt des Naturschutzplans ist das naturschutzorientierte Weidemanagement. Hier wird ganz genau hingeschaut: Welche Flächen brauchen eine gezielte Beweidung? Das Ziel ist die Erhaltung und Erhöhung der Arten- und Lebensraumvielfalt. Dazu gehört auch, dass sensible Flächen temporär ausgezäunt werden, um sie zu schonen. Auch das Düngemanagement wird nicht vernachlässigt – die gezielte Ausbringung von Dünger erfolgt nur auf definierten Flächen und in spezifischen Mengen. Und das alles orientiert sich an naturschutzfachlichen Zielsetzungen. Man könnte fast meinen, dass die Almen eine Art „öko-freundliche Wellness-Oase“ werden sollen.

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Die Pflege strukturreicher Flächen wird ebenfalls großgeschrieben. Hier kommen Methoden wie kleinflächige Schwendmaßnahmen oder die Anlage von Lesesteinhaufen zum Einsatz. Das sorgt für ein buntes Mosaik an Pflanzen und Lebensräumen, die für die Tiere und die Natur insgesamt von großer Bedeutung sind. Ehrlich gesagt, es ist beeindruckend, wie viel Herzblut in diese Projekte gesteckt wird.

So wird in Tirol nicht nur für die Erhaltung der Almweiden gesorgt, sondern auch die wertvollen Lebensräume geschützt und revitalisiert. Mit einem soliden Plan und dem Engagement von Landwirten und Freiwilligen wird die Zillertaler Almenlandschaft in voller Pracht erblühen. Man kann nur hoffen, dass die nächsten Jahre ebenso erfolgreich werden wie die vergangenen.