Der Mai ist da und mit ihm die alljährliche Rad-Staffel auf der Via Claudia Augusta. Jedes Jahr verwandelt sich die atemberaubende Strecke von den Alpen bis zur Adria in ein pulsierendes Netz aus Begeisterung, Teamgeist und sportlicher Leidenschaft. Rund 1000 Kilometer sind es, die die Radfahrer hinter sich bringen, und das in einer Gemeinschaft von Teilnehmern aus etwa 150 Gemeinden entlang der Route. Was dabei besonders schön ist: Der Staffelstab wird von Ort zu Ort weitergegeben, wodurch eine ganz besondere Verbindung zwischen den Gemeinden entsteht. Man könnte fast sagen, es ist wie ein großer Familienspaziergang durch die Geschichte!
Diese Route hat nicht nur ihre geografische Bedeutung. Die Via Claudia Augusta war einst eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen in Europa, die den Donauraum mit der Adria verband. Durch diese alte Handels- und Kulturachse flossen nicht nur Waren, sondern auch Ideen und Menschen. Damals, als Kaiser Claudius die Straße ausbauen ließ, war das eine echte Pionierleistung. Die Rad-Staffel symbolisiert also nicht nur den sportlichen Wettkampf, sondern auch den Austausch und den Zusammenhalt über Ländergrenzen hinweg. Ein Grund mehr, sich in die Pedale zu treten!
Eine Reise durch die Zeit
Die aktuelle Etappe der Rad-Staffel führte uns von Füssen durch das Außerfern, über das Zugspitzgebiet bis nach Nauders am Reschenpass. Auf diesem Weg erleben Radfahrer alle 20 bis 30 Kilometer eine neue, faszinierende Landschaft. Manchmal hat man das Gefühl, man radelt durch verschiedene Jahreszeiten – besonders Ende April und Anfang Mai, wenn der Frühling frische Farben bringt. Das ist einfach ein Genuss! Und auch die historischen Zeugnisse, die entlang der Strecke zu finden sind, erzählen Geschichten aus einer Zeit, als die Römer die bestehenden Wege zu einer durchgehenden Alpenverbindung ausbauten. Diese Verbindung war eine der ersten großen Verkehrsachsen in Europa. Ein wahres Abenteuer für Geschichtsinteressierte!
Die Rad-Route selbst ist ein wahres Meisterwerk der Planung. Sie erstreckt sich über drei Staaten, durch zehn Regionen und sogar drei Klimazonen in Europa. Radfahrer können sich auf asphaltierte Wege und ruhige Nebenstraßen freuen – und das, ohne sich mit unzähligen Steigungen herumzuschlagen. Die höchsten Punkte sind der Fernpass und der Reschenpass, die beide gut zu bewältigen sind, besonders wenn man den Radtransport mit öffentlichen Bussen nutzt. Das ist eine willkommene Erleichterung!
Kulinarische Entdeckungsreise
Was wäre eine Radreise ohne kulinarische Genüsse? Auf der Via Claudia Augusta kommen die Feinschmecker unter uns voll auf ihre Kosten. Die regionalen Spezialitäten – oft inspiriert von der Römerzeit – lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Vor allem im Herbst kann man sich auf wahre Gaumenfreuden freuen. Und wenn man zwischendurch eine Pause braucht, gibt es überall kleine Gasthäuser, in denen man sich stärken kann. Ein echter Schmaus für die Sinne!
Die Route ist nicht nur für Sportler gedacht, sondern auch für Entdecker. Die gut beschilderten Wege und die Möglichkeit, interaktive Karten zu nutzen, machen die Planung zum Kinderspiel. Zudem gibt es Unterstützung durch Bike-Shuttles, die einen von Italien nach Deutschland bringen. Und keine Sorge, wer mit dem Zug anreist, findet in Donauwörth einen kostenlosen Parkplatz während der Radreise. Also, packt die Fahrräder und nutzt die Gelegenheit, diese einmalige Strecke zu erkunden!
Heute, am 13. Mai 2026, zieht die Rad-Staffel wieder viele Menschen in ihren Bann. Die Begeisterung, die man verspürt, wenn man mit Gleichgesinnten durch diese wunderschöne Landschaft radelt, ist unbezahlbar. Die Via Claudia Augusta ist mehr als nur ein Radweg. Sie ist ein lebendiges Stück Geschichte, ein Ort des Austauschs und der Begegnung. Und wer weiß? Vielleicht sind Sie das nächste Mal dabei!