In den majestätischen Alpen rund um Reutte kann es, wie so oft, schnell zu einem unerwarteten Abenteuer kommen. Am Mittwoch, den 6. Mai 2026, gerieten zwei Wanderer aus Deutschland, ein 74-Jähriger und eine 56-Jährige, an den Soldatenköpfen in eine alpine Notlage. Ganz unverhofft verloren sie beim Abstieg den markierten Wanderweg und fanden sich in unwegsamem Gelände wieder – ein bisschen wie im falschen Film, könnte man sagen.

Die beiden hatten bereits 150 Meter in nordöstlicher Richtung ins Tal gewandert, als die 56-Jährige, angesichts der misslichen Lage, den Notruf absetzte. Man kann sich nur vorstellen, wie die Gedanken in diesem Moment durch ihren Kopf schossen. Glücklicherweise reagierte die Bergrettung Reutte rasch und alarmierte den Polizeihubschrauber „Libelle Tirol“. Die Rotoren heulten auf, und bald schon suchte der Hubschrauber die Gegend ab. Ein bisschen wie in einem Actionfilm – nur ohne die Special Effects.

Rettung aus der Höhe

Die Suchaktion war erfolgreich! Der Hubschrauber lokalisierten die beiden Wanderer, die sich in einer brenzligen Situation befanden. Mithilfe eines Taus wurden sie aus ihrer Notlage geborgen. Man fragt sich, wie es sich anfühlt, aus der Höhe in die Sicherheit zu gleiten. Und dann, nach dieser aufregenden Episode, wurde das Duo ins Tal zurückgeflogen – eine Rettungsaktion, die ihnen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Wandern – ein riskantes Vergnügen?

Die Soldatenköpfe, die auf stolzen 1765 Metern über dem Meeresspiegel thronen, sind nicht nur ein beliebtes Ziel für Wanderer, sondern auch ein Ort, an dem die Gefahren des Bergsports immer wieder deutlich werden. Wandern gilt in Österreich als eine der Disziplinen mit den meisten Todesopfern. Durchschnittlich sterben jährlich 106 Personen beim Wandern. Im Vergleich dazu gibt es auf Pisten und Skirouten etwa 29 Todesopfer pro Jahr und bei Skitouren sind es rund 22. Diese Zahlen stammen aus der alpinen Unfallstatistik von ÖKAS und BMI, und sie sind alarmierend.

Susanna Mitterer, die Geographin, die seit 2022 am ÖKAS arbeitet, hat die alpine Notfalldatenbank im Blick. Ihre Aufgaben sind vielfältig und umfassen unter anderem die Organisation des Alpinforums und die Bearbeitung von Presseanfragen. Es ist ihre Mission, die Sicherheit im alpinen Raum zu fördern und Unfälle zu minimieren. Ein wichtiger Job, der uns alle betrifft, wenn wir uns in die Berge aufmachen.

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Für viele ist das Wandern in den Tiroler Alpen eine ganz besondere Leidenschaft. Doch die Natur kann unberechenbar sein, und manchmal ist es nur ein kleiner Moment der Unachtsamkeit, der zu einer gefährlichen Situation führt. Daher sollte jeder Wanderer, egal wie erfahren, stets auf der Hut sein und den Respekt vor den Bergen nicht verlieren.