Heute ist der 28.04.2026. Ein großer Verlust für den österreichischen Skisport: Christian Poley, eine prägende Persönlichkeit und Legende, ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Der Kitzbüheler Ski Club (K.S.C.) gab seinen Tod am Donnerstag bekannt und damit ist eine Ära zu Ende gegangen, die über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung des Skisports in Österreich maßgeblich beeinflusste.
Poley war von 1973 bis 2000 Vorsitzender des Organisationskomitees der berühmten Hahnenkammrennen in Kitzbühel. Unter seiner Leitung erlebte die Veranstaltung einen wahren Höhenflug und wurde international zu einem der bedeutendsten Events im Skisport. Er war nicht nur für die Organisation verantwortlich, sondern auch maßgeblich an der Entwicklung moderner Strukturen beteiligt, die das Event auf ein neues Niveau hoben. Poleys Engagement umfasste auch internationale Kontakte sowie TV- und Vermarktungsverträge, die entscheidend für den Erfolg der Rennen waren.
Ein Leben für den Skisport
Die Leidenschaft für den Skisport zog sich wie ein roter Faden durch Poleys Leben. Über 50 Jahre lang war er Vorstandsvorsitzender im Austria Ski Pool des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) und trug damit maßgeblich zur finanziellen Basis für Training und Wettkampf der ÖSV-Athlet:innen bei. Seit der Gründung des Austria Ski Pools im Jahr 1971 war er eine tragende Säule und wurde 1988 einstimmig zum Vorsitzenden gewählt, eine Position, die er bis Juli 2021 innehatte.
Sein Wirken im Internationalen Skiverband (FIS) war ebenso bemerkenswert. Er war Vorsitzender des Regelkomitees und technischer Delegierter, wo er von 1994 bis 2010 ein systematisches Wettkampfreglement erarbeitete und die IWO überarbeitete. Zudem spielte er eine zentrale Rolle bei der Einführung der Athletenerklärung, die für die Transparenz im Sport von großer Bedeutung ist.
Anerkennung und Würdigung
Für seine Verdienste um den Skisport wurde Poley im April 2013 mit dem „Schneekristall des Skisports“ ausgezeichnet, der höchsten Ehrung, die der ÖSV zu vergeben hat. Diese Auszeichnung unterstreicht nicht nur seine Leistungen, sondern auch das unermüdliche Engagement, das er für den Skisport zeigte. Der ÖSV hat bereits angekündigt, ihm ein ehrendes Andenken zu bewahren und seine Verdienste um den Skisport zu würdigen.
Christian Poley hinterlässt ein Erbe, das weit über die Grenzen Kitzbühels hinaus reicht. Sein unermüdlicher Einsatz und seine Passion für den Skisport haben Generationen von Athleten inspiriert und werden auch in Zukunft in den Herzen vieler Menschen weiterleben. Österreich trauert um einen wahren Pionier des Skisports, dessen Einfluss unvergleichlich bleibt.