In Kitzbühel ist die Vorfreude groß, denn ab Donnerstag stehen die Austrian Alpine Open auf dem Programm. Der Golfplatz am Schwarzsee, bekannt für sein dickes Rough und die kleinen Grüns, wird zum Schauplatz eines Wettkampfs, der nicht nur die heimische Golfelite anzieht, sondern auch internationale Größen. Mit einem Gesamtpreisgeld von 2,75 Millionen Dollar (2,36 Millionen Euro) ist das Turnier ein echtes Highlight im österreichischen Golferkalender. Die 14 österreichischen Spieler, angeführt von den Lokalmatadoren Sepp Straka und Bernd Wiesberger, haben sich viel vorgenommen: Am Sonntag wollen sie ganz vorne mitspielen.
Straka, der sich in ausgezeichneter Form fühlt, hat sich intensiv auf dieses Turnier vorbereitet. „Es läuft gut, ich bin bereit“, so sein kurzes, aber prägnantes Statement. Und die Konkurrenz schläft nicht. Der Vorjahressieger Nicolai von Dellingshausen und der talentierte Casey Jarvis sind starke Gegner, die Straka das Leben schwer machen könnten. Wiesberger, der letzte österreichische Sieger des Turniers im Jahr 2012, spielt im Champions-Flight zusammen mit Freddy Schott und Mikael Lindberg. Da wird es sicherlich spannend zugehen!
Die heimische Konkurrenz
Die Liste der Spieler, die auf eine gute Platzierung hoffen, ist lang und vielversprechend. Maximilian Steinlechner möchte bei diesem Turnier sein Können unter Beweis stellen. Auch Matthias Schwab, Timon Baltl und Christoph Bleier sind mit von der Partie und träumen von einem Erfolgserlebnis. Ein besonderer „Österreich-Flight“ mit Regner, Lukas Boandl und Florian Schweighofer sorgt für ein gewisses heimisches Flair, während ehemalige Austrian-Open-Sieger wie John Catlin, Marc Warren und Dylan Frittelli ebenfalls an den Start gehen.
Die Bedeutung des Turniers wird auch von Titelverteidiger von Dellingshausen unterstrichen. Für ihn ist es mehr als nur ein Wettkampf – es ist eine Herzensangelegenheit. Die Atmosphäre am Schwarzsee verspricht, elektrisierend zu werden, und die Zuschauer können sich auf spannende Duelle freuen. Der Ryder-Cup-Vizekapitän Edoardo Molinari und der PGA-Toursieger Kevin Na bringen zusätzlich internationales Flair nach Kitzbühel.
Ein Blick auf die Vergangenheit
Die Austrian Open haben eine lange Tradition. Zum Beispiel wurde das Turnier im Diamond Country Club in Atzenbrugg ausgetragen, wo José Manuel Lara nach einem spannenden Stechen gegen David Lynn den Sieg davontrug. Damals betrug das Preisgeld insgesamt 750.000 Euro, wobei Lara für seinen Sieg einen Scheck über 125.000 Euro erhielt. Ein junger Matthias Schwab machte damals als bester österreichischer Amateur von sich reden und schaffte es als drittjüngster Spieler in der Geschichte der European Tour, den Cut zu erreichen. Er landete am Ende auf dem geteilten 32. Platz – eine bemerkenswerte Leistung!
In der Vergangenheit sind auch andere große Namen wie Graeme McDowell und Markus Brier bei den Austrian Open angetreten. Während McDowell den geteilten dritten Platz belegte, konnte Brier sich mit dem geteilten 45. Platz zufrieden geben. So zeigt sich, dass das Turnier stets eine Plattform für aufstrebende Talente und erfahrene Profis bietet.
Die Austrian Alpine Open in Kitzbühel versprechen also nicht nur spannende Matches, sondern auch emotionale Momente und vielleicht die eine oder andere Überraschung. Es bleibt abzuwarten, wer am Ende als Sieger vom Platz gehen wird. Eins ist jedoch sicher: Die heimische Golfelite wird alles geben, um die lange Durststrecke zu beenden. Lassen wir uns überraschen!