Neuer Rektor, neue Dimensionen: Gregor Weihs leitet die Universität Innsbruck in die Quanten-Zukunft
Heute ist der 1.07.2026 und in Innsbruck-Land weht ein frischer Wind, denn die Universität Innsbruck hat einen neuen Rektor gewählt: Gregor Weihs! Ja, Sie haben richtig gehört! Der Universitätsrat hat den renommierten Professor für Photonik und Quantenphysik zum neuen Rektor ernannt. Sein Amtsantritt beginnt am 1. März 2027, und die Funktionsperiode wird vier Jahre andauern. Ein aufregendes Kapitel für die Universität, die mit Weihs an der Spitze zweifellos auf neue Höhen steuern wird.
Weihs, der 1971 geboren wurde und 2000 an der Universität Wien promovierte, hat sich einen Namen nicht nur in Österreich, sondern auch international gemacht. Bevor er 2008 nach Innsbruck berufen wurde, sammelte er Erfahrungen an renommierten Institutionen wie der Stanford University in den USA und der University of Waterloo in Kanada. Als Vizepräsident des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF von 2016 bis 2021 und derzeit als Vizerektor für Forschung ist Weihs bestens gerüstet, um die Herausforderungen der kommenden Jahre zu meistern. Er folgt damit auf Veronika Sexl, die seit März 2023 das Rektorat innehatte.
Einzigartiger Werdegang und zahlreiche Auszeichnungen
Die Wahl von Weihs kam nicht von ungefähr. Der Senat der Universität hatte ihn bereits am 25. Juni 2026 als einzigen Bewerber vorgeschlagen – nach Hearings, die ihn in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückten. Mit 18 Bewerbungen für die RektorInnen-Stelle und sieben eingeladenen Kandidat:innen war die Konkurrenz zwar spürbar, doch Weihs konnte die Mehrheit der Stimmen auf sich ziehen. Einziger Wermutstropfen: Der Universitätsrat zeigte sich irritiert über die Einreichung nur eines Vorschlags durch den Senat und bat um eine Evaluierung der Vorschlagsregelung. Da gibt’s wohl noch etwas Gesprächsbedarf!
Gregor Weihs ist nicht nur ein brillanter Kopf, sondern auch ein leidenschaftlicher Forscher. Er leitet den Exzellenzcluster „Quantum Science Austria“ und hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter einen ERC Starting Grant. Das zeigt, wie hoch die Messlatte für die Quantenforschung in Österreich liegt. Apropos Quantenforschung: Österreich hat mit 70 Arbeitsgruppen eine hohe Dichte an Quantenwissenschaftler:innen im internationalen Vergleich. Und das Interesse an diesem faszinierenden Feld wächst, besonders seit dem Physiknobelpreis für Anton Zeilinger, der das öffentliche Bewusstsein für die Quantenwelt geschärft hat.
Eine Zukunft voller Möglichkeiten
Die Quantenwissenschaften hierzulande erlangen nicht nur durch die Forschung einen neuen Aufwind, sondern auch durch die Förderung von Start-up- und Spin-off-Gründungen, die im Quantenbereich tätig sind. Die Etablierung von Discovery-Projekten, die sich mit unkonventionellen Ideen befassen, zeigt, dass das Potenzial in diesem Bereich enorm ist. Mit einem Budget von 150.000 Euro können maximal 15 von 46 Anträgen finanziert werden – ein kleiner, aber feiner Schritt in die Zukunft!
Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Die Finanzierung teurer Instrumente bleibt ein Thema, das die Quantenforschung in Österreich vor große Aufgaben stellt. Doch mit der Unterstützung durch den EU-Wiederaufbaufonds, der seit 2022 die Forschungsinfrastruktur im Rahmen der Initiative „Quantum Austria“ fördert, gibt es Licht am Ende des Tunnels. Auch die Vernetzung mit der Industrie und der Wissenstransfer in die Gesellschaft sind essenziell, um die Brücke zwischen Theorie und Anwendung zu schlagen.
Die Anwendungsforschung im Quantenbereich ist – wie man so schön sagt – noch jung, beeinflusst aber bereits die Grundlagenforschung. Hier gilt es, Absolvent:innen, die schnell Jobs finden, zu halten und weiterzuentwickeln. Und während Frauen in den Studiengängen einen Anteil von 20-25% ausmachen, sinkt dieser in der Doktorats- und Postdoc-Phase. Ein Thema, das nicht nur in Innsbruck, sondern in der gesamten Wissenschaftswelt Beachtung finden sollte.
Insgesamt sind die kommenden Jahre für die Universität Innsbruck und die Quantenforschung in Österreich vielversprechend. Gregor Weihs wird, da sind wir uns sicher, mit seiner Expertise und Vision frischen Wind in die Universität bringen und die Weichen für eine spannende Zukunft stellen. Und wer weiß, vielleicht wird die Quantenwelt bald für viele von uns weniger rätselhaft und dafür greifbarer. Wir dürfen gespannt sein!
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