Heute ist der 20.05.2026, und in Imst ist die Aufregung spürbar! Die Veranstaltung „Erlebniswelt Baustelle“ hat an zwei Tagen, am 19. und 20. Mai, über 400 Schülerinnen und Schüler aus dem Bezirk in ihren Bann gezogen. Die Wirtschaftskammer Imst hat wieder einmal die Tore zu einer fantastischen Welt geöffnet, in der Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren die Möglichkeit hatten, die Vielfalt und Bedeutung des Bauwesens hautnah zu erleben. Hier durften die kleinen Handwerker praktisch tätig werden und ihre ersten Schritte in die Welt der Berufe am Bau setzen.
Mit einer beeindruckenden Teilnahmezahl von über 60.000 Schüler:innen in den vergangenen Jahren, die tirolweit an diesem Projekt teilgenommen haben, zeigt sich, dass die „Erlebniswelt Baustelle“ ein echter Renner ist. Heuer war es bereits die neunte Auflage, die durch die Bezirkshauptstädte Tirols tourt. Die Tiroler Bauwirtschaft und die Wirtschaftskammer Tirol haben diese Veranstaltung ins Leben gerufen, um den jungen Menschen die Freude am handwerklichen Arbeiten zu vermitteln. Und das ist ihnen gelungen!
Vielfältige Berufe und praktische Erfahrungen
In Imst konnten die Kinder Berufe ausprobieren, die so vielseitig sind wie das Bauwesen selbst. Von Metalltechniker über Hochbauer, Glaser, Installateur, Dachdecker, Tischler, Maler, Hafner, Pflasterer, Tiefbauer, Zimmerer, Fliesenleger, Spengler, Elektriker bis hin zum Bodenleger und Gebäudereiniger – die Liste ist lang und spannend. An verschiedenen Stationen konnten die Kinder selbst Hand anlegen, hämmern, schrauben oder malern, und das mit großer Begeisterung! Sicherlich waren einige von ihnen ganz in ihrem Element, als sie die Werkzeuge in die Hand nahmen.
Ein Blick auf die Veranstaltung in Lienz, die am 13. und 14. Mai stattfand, zeigt, dass die „Erlebniswelt Baustelle“ nicht nur in Imst ein Hit ist. Auch dort hatten rund 400 Schülerinnen und Schüler von Osttiroler Schulen die Gelegenheit, handwerkliche Tätigkeiten wie Mörteln, Tischlern und Pflastern auszuprobieren. Michaela Hysek-Unterweger, die Obfrau der Wirtschaftskammer Lienz, betont die Wichtigkeit dieser praktischen Erfahrungen für die Kinder. Sie sind nicht nur spielerisch, sondern auch lehrreich!
Fachkräftemangel und Zukunftschancen
Angesichts der Tatsache, dass im Baugewerbe mehr als 41.000 Fachkräfte fehlen, ist die „Erlebniswelt Baustelle“ auch ein wichtiger Schritt, um dem Facharbeiter- und Lehrlingsmangel entgegenzuwirken. Diese Zahlen sind alarmierend – die Bauelektrik allein verzeichnet 18.342 unbesetzte Stellen! Die Veranstaltung bietet den Kindern die Möglichkeit, frühzeitig Interesse für Berufe zu entwickeln, die in Zukunft dringend benötigt werden. Die Ausbildungsbetriebe in Tirol sind auf der Suche nach jungen Talenten, und das Handwerk hat den größten Anteil an Lehrlingen in der Region.
Die Initiative, die hinter der „Erlebniswelt Baustelle“ steckt, ist nicht nur ein Spaß für die Kinder, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur Sicherstellung eines funktionierenden Handwerks. Die Firmen Bodner, Rieder Zillertal, Riederbau, Fröschl, ABau, Berger, Brunner und STRABAG unterstützen das Projekt und zeigen damit ihr Engagement für die kommende Generation. Es wird ein wichtiger Schritt in eine Zukunft, in der die handwerklichen Berufe wieder mehr Wertschätzung erfahren.
Die Begeisterung und der Eifer der Kinder, die sie bei der „Erlebniswelt Baustelle“ zeigten, sind ein Hoffnungsschimmer für die Branche. Wer weiß, vielleicht steht der nächste große Bauprofi schon bald in den Startlöchern, bereit, die Baustellen der Zukunft zu gestalten!