Heute ist der 3.06.2026 und in Weiz tut sich was! Die Stadt hat sich in einen Schauplatz für eine ganz besondere Aktion verwandelt. „Lebende Mistkübel“ – ja, richtig gelesen – wandelten durch die Straßen und sorgten für Aufsehen. Diese Aktion ist Teil der österreichweiten „Anti-Littering-Initiative“ namens „TrashBuster“, die von der Verpackungskoordinationsstelle (VKS) ins Leben gerufen wurde. Ein Thema, das viele von uns betrifft: Littering! Laut einer Umfrage von „Österreich sammelt“ sind mehr als die Hälfte der Österreicher darüber verärgert. Und das hat seine Gründe. Littering verursacht nicht nur unschöne Anblicke, sondern auch hohe Kosten für unsere Städte.

Am Mittwoch war es nun so weit. Die „lebenden Mistkübel“ machten sich auf eine Route durch die Innenstadt von Weiz. Die Initiative wurde in Zusammenarbeit mit dem Abfallwirtschaftsverband und der Stadt Weiz organisiert. Das Ziel? Mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und auf das ernste Thema „Littering“ aufmerksam machen. Man könnte sagen, es war eine Art Performance, die zum Nachdenken anregen sollte – und das hat sie sicherlich auch. Denn wer möchte schon in einer Stadt leben, die mehr Müll als Schönheit zu bieten hat?

Alarmierende Zahlen

Die Situation ist ernster, als man denkt. Zigarettenstummel sind die am häufigsten in der Umwelt gefundenen Abfälle – mit rund 183 Millionen Stück pro Jahr! Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Sackerl und Folien kommen auf etwa 62 Millionen, Getränkebecher auf 13 Millionen und Lebensmittelverpackungen auf 11 Millionen. Wenn man bedenkt, dass diese Zahlen auf Hochrechnungen basieren, könnte die Realität sogar noch schlimmer sein. Es ist kaum zu fassen, dass jährlich mindestens drei Milliarden Zigarettenstummel unsachgemäß entsorgt werden. Ein echtes Armutszeugnis für unser Umweltbewusstsein!

Um dem entgegenzuwirken, gibt es innovative Lösungen. Mobile Aschenbecher, die in jede Tasche passen, sind eine Möglichkeit. Diese praktischen Helfer bestehen zu 30 Prozent aus recycelten rPET-Flaschen und werden in Niederösterreich produziert. Die Beklebung der Aschenbecher erfolgt in der Caritas Wertstätte in Pöchlarn durch Menschen mit Behinderungen. Ein tolles Projekt, das soziale Verantwortung mit Umweltschutz verbindet! Angefangen hat das Ganze 2006 als kleines Pilotprojekt und hat sich inzwischen zur größten Umweltaktion in Niederösterreich gemausert. 2025 wurden bereits 944 Sammelaktionen durchgeführt, an denen rund 45.000 Bürger teilnahmen, was zeigt, dass die Bevölkerung für das Thema sensibilisiert werden kann.

Gemeinsam für eine saubere Zukunft

Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist entscheidend! Insgesamt wurden bei diesen Aktionen 150.000 Kilogramm Abfall aus der Natur entfernt – das entspricht dem Gewicht von über 15 vollbeladenen Müllfahrzeugen! Und für 2026 sind noch weitere spannende Aktionen geplant: ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen und eine feierliche Abschlussveranstaltung stehen in den Startlöchern. Dabei wird die Durchführung des Frühjahrsputzes von 22 regionalen Abfallverbänden und drei Statutarstädten koordiniert. Diese Organisation stellt Materialien wie Müllsäcke, Handschuhe, Greifzangen und Warnwesten kostenlos zur Verfügung, um die Effizienz der Sammelaktionen zu gewährleisten.

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Die Situation rund um Littering ist zwar alarmierend, aber die Initiativen und das Engagement der Bevölkerung zeigen, dass Veränderung möglich ist. Es braucht nur den richtigen Anstoß – und vielleicht auch ein paar „lebende Mistkübel“, die uns daran erinnern, dass wir alle Teil der Lösung sind!