Es ist ein großes Comeback, das der 48-jährige Thomas Mauerhofer aus Anger in der Oststeiermark wagt. Nach sieben langen Jahren der Rückschläge und Kämpfe ist er zurück beim Race Across America (RAAM), dem wohl härtesten Radrennen der Welt. Am 16. Juni 2026 fiel der Startschuss in Oceanside, Kalifornien, und Mauerhofer möchte die 4.933 Kilometer lange Strecke, mit 35.493 Höhenmetern, in unter zehn Tagen bewältigen. Ehrlich gesagt, das ist eine gewaltige Herausforderung!

Doch der Weg hierhin war alles andere als einfach. Im Jahr 2018 nahm Thomas zum ersten Mal am RAAM teil, doch ein schrecklicher Unfall, als er von einem Auto angefahren wurde, führte zu einem Halswirbelbruch und stoppte ihn abrupt. Eine Notoperation war nötig, um eine Querschnittlähmung zu verhindern. Ein Jahr später versuchte er ein Comeback, doch die mentale Belastung war zu hoch, und er gab das Rennen auf. Jetzt allerdings hat er seine Vorbereitungen seit November 2025 intensiviert. Ergometerfahren, Laufen, Krafttraining – und ab März 2026 sogar rund 20 Stunden Radfahren pro Woche! Das fordert wirklich alles von ihm.

Ein Team hinter dem Kämpfer

Unterstützt wird Mauerhofer von einem engagierten Team aus zwölf Personen, die ihn während des gesamten Rennens begleiten. Ein wichtiger Rückhalt, denn der Weg führt durch 13 Bundesstaaten und über drei Gebirge. Das RAAM gilt nicht nur als extrem lang, sondern auch als gnadenlos. Die Teilnehmer haben maximal zwölf Tage Zeit, um das Ziel in Atlantic City, New Jersey, zu erreichen. Essen, Schlafen, Toilettenpausen – alles zählt zur Gesamtzeit. Mauerhofer hat sich mit einem klaren Motto auf den Weg gemacht: „Hinfallen ist erlaubt, aber liegen bleiben nicht.“ Ein Spruch, der Mut macht und gleichzeitig die Entschlossenheit widerspiegelt, die er in jedem Moment des Rennens braucht.

Die Strecke selbst ist eine Herausforderung für sich. Mauerhofer wird mit seinem Team am Mittwoch die Grenze nach Arizona überqueren, bevor es weiter nach Utah und Colorado geht. Es ist ein gewaltiger Kraftakt, der sowohl physisch als auch psychisch an die Substanz geht. Und während die anderen Teilnehmer, darunter auch der Vorjahressieger Phillip Kaider, durch die Landschaften rasen, erinnert sich Thomas sicher auch an die schweren Zeiten, die er hinter sich hat.

Erfolge und Rückschläge

Doch es gibt auch Lichtblicke! Thomas hat in der Zwischenzeit Erfolge gefeiert, wie etwa den dritten Gesamtrang und den Vize-Weltmeistertitel in seiner Altersklasse bei der 24-Stunden-Einzelzeitfahren-WM im Oktober 2025. Da sieht man, wie viel er geleistet hat! Und 2017 stellte er sogar einen Weltrekord für Höhenmeter auf – 31.140 Höhenmeter in 48 Stunden. Diese Errungenschaften sind der Beweis, dass er nicht nur ein Kämpfer ist, sondern auch ein talentierter Radfahrer. Es ist faszinierend zu sehen, wie jemand, der so viele Rückschläge erlebt hat, sich immer wieder aufrappelt.

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Das RAAM selbst hat eine lange Geschichte. Seit 43 Jahren ist es eines der anspruchsvollsten Ultraausdauerevents weltweit. Christoph Strasser, der erfolgreichste Teilnehmer im Einzelrennen der Herren, hat mit seinen sechs Siegen Maßstäbe gesetzt. Mauerhofer tritt in die Fußstapfen dieser Legende – eine große Herausforderung, die aber auch ein gewisses Erbe mit sich bringt. Über die Jahre haben viele Radfahrer, darunter auch österreichische Größen, im RAAM ihr Können unter Beweis gestellt.

Die Atmosphäre während des Rennens ist einzigartig. Man spürt die Anspannung, die Freude, die Schmerzen und die Entschlossenheit der Teilnehmer. Das RAAM ist mehr als nur ein Rennen; es ist ein Test des Willens, der Ausdauer und der Leidenschaft für den Radsport. Und während die Fahrer unter der sengenden Sonne und durch die atemberaubenden Landschaften Kaliforniens und darüber hinaus radeln, bleibt nur zu hoffen, dass Thomas Mauerhofer sein Comeback mit Bravour meistert. Wie viele Geschichten von Mut und Ausdauer wird er am Ende erzählen können?

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