Am 7. und 8. Mai fand in der malerischen Holzwelt Murau das mittlerweile zwölfte Energiecamp statt. Unter dem Motto „Green Tech Economy“ versammelten sich Experten, Innovatoren und Interessierte, um über die Zukunft der nachhaltigen Technologien zu diskutieren. Die Veranstaltung, die im Auftrag des Landes Steiermark organisiert wurde, erfreute sich großer Beliebtheit und wurde sogar im Live-Stream übertragen. Das zeigt, wie sehr das Thema die Menschen bewegt – nicht nur in der Region, sondern in ganz Österreich.
Der erste Tag brachte eine geballte Ladung an Wissen und Inspiration. Professorin Sigrid Stagl, die zur Wissenschaftlerin des Jahres 2024 gekürt wurde, eröffnete das Forum mit einem eindringlichen Appell zum Übergang in die Green Tech Economy. Ihr war es wichtig, die Dringlichkeit und die Chancen, die dieser Wandel mit sich bringt, hervorzuheben. Marcel Aberle, ein Zukunftsforscher, ergänzte dies mit einem interessanten Blick auf die Macht von Narrativen. Es ist verblüffend, wie Geschichten die Art und Weise beeinflussen können, wie wir über unsere Zukunft denken!
Inspirierende Vorträge und ein neuer Innovationspreis
Ein echtes Highlight war der Vortrag von Professorin Monika Köppl-Turyna, die uns einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Situation in Österreich gab. Sie warf dabei auch einen kritischen Blick auf die aktuellen Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Brigitte Ederer, die ehemalige EU-Staatssekretärin, thematisierte die europäische wirtschaftliche Entwicklung und lieferte wertvolle Einblicke in die politischen Rahmenbedingungen. Das Publikum hing förmlich an ihren Lippen.
Der Wirtschafts- und Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer rief zur Zuversicht auf – ein positiver Appell, der in Zeiten wie diesen besonders gut ankam. Bernhard Puttinger vom Green Tech Valley Cluster beleuchtete die steirische Green Tech Economy und demonstrierte eindrucksvoll, wie viel Potenzial in der Region steckt. Mathias Schaffer von Next Incubator sprach über die aufstrebenden Green Tech Start-ups und deren Visionen. Und schließlich gab Harald König von ET König spannende Einblicke in die Zukunft der Photovoltaik – ein Thema, das viele Besucher brennend interessierte.
Die Möglichkeiten zum Austausch über ökologische und ökonomische Aspekte waren ein weiterer wichtiger Bestandteil der Veranstaltung. Nach den Vorträgen standen die Referenten für Fragen zur Verfügung, was zu lebhaften Diskussionen führte. So fanden die Teilnehmer nicht nur Inspiration, sondern auch konkrete Anknüpfungspunkte für ihre eigenen Projekte.
Ein Preis für innovative Ideen
Ein besonderes Highlight war die erstmalige Verleihung des „Energiecamp Innovationspreises“. Die Gewinnerin, Kathrin Kronberger von „EnFera“, überzeugte die Jury mit ihrem Community-Energie-Management-System. Ein wahrer Meilenstein für nachhaltige Projekte in der Region! Das zeigt, dass Innovation und Zusammenarbeit Hand in Hand gehen können, um nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen von morgen zu entwickeln.
Harald Kraxner, der Geschäftsführer der Holzwelt Murau, zog eine durchweg positive Bilanz nach dem Energiecamp. „Es ist ermutigend zu sehen, wie viel Engagement und Kreativität in der Region vorhanden sind“, sagte er. Und der Ausblick auf das nächste Jahr macht bereits Lust auf mehr. Das 13. Energiecamp steht vor der Tür, und die Vorfreude ist schon jetzt spürbar.
In einer Zeit, in der die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz nicht mehr wegzudenken sind, ist es wichtig, dass solche Veranstaltungen stattfinden. Sie bieten nicht nur eine Plattform für den Austausch von Ideen, sondern auch für das Netzwerken und das Entwickeln neuer Partnerschaften. Es bleibt spannend, was die Zukunft bringt, und wir dürfen gespannt sein, welche neuen Impulse beim nächsten Energiecamp gesetzt werden. Auf jeden Fall ist Murau ein Ort der Innovation und Inspiration!