Am Samstagabend wurde Mühlen zum Schauplatz eines ganz besonderen Ereignisses – dem Muttertagskonzert des Musikvereins St. Veit. Über 40 begeisterte Musikerinnen und Musiker sorgten für einen unvergesslichen Abend, der nicht nur die Herzen der Mütter höher schlagen ließ. Obfrau Sarah Frisch war sichtlich erfreut über den starken Besuch. „Das zeigt, wie wichtig die Musik in unserer Gemeinde ist“, bemerkte sie mit einem strahlenden Lächeln.
Unter den Gästen fand sich auch der E-Kapellmeister Erich Hasler, der an diesem Abend gleich doppelt gefeiert wurde, denn er durfte seinen 70. Geburtstag inmitten von Musik und Freude zelebrieren. Benedikt Preis und Lena Ebner traten erstmals am Podium auf – ein aufregender Moment, der mit viel Applaus belohnt wurde. Durch das Programm führte Lukas Scheuerer, der mit seinem charmanten Auftreten das Publikum von Beginn an in seinen Bann zog.
Ein musikalisches Feuerwerk
Das Konzert begann mit dem mitreißenden Stück „Take-off“ von Alexander Pfluger und entfaltete sich zu einem wahren musikalischen Feuerwerk. Die Zuhörer wurden mit unterschiedlichen Klängen und Melodien verwöhnt, darunter „Der Marsch der Titanen“ von Stefan Schlegg und die „Weinkellner Polka“ von Stefan Stranger. Jedes Stück schien das Publikum mehr und mehr zu fesseln; besonders die Darbietung von „Ohne dich“ mit den Solistinnen Isabel Frisch und Valentina Fritz war ein emotionaler Höhepunkt des Abends.
Die Kapellmeister Jürgen Pichler und seine Stellvertreterin Ricarda Pichler dirigierten das Ensemble mit viel Leidenschaft. Auch die Gruppe „4stimmig“ – bestehend aus Hannes und Lisa Neumann sowie Eva und Florian Reichl – bereicherte den Abend mit ihren Harmonien und sorgte für zusätzliche musikalische Akzente. Zum krönenden Abschluss ertönte „Dankeschön“ von Fäaschtbänkler und ließ das Publikum mit einem Lächeln und einem freudigen Gefühl in die Nacht zurückkehren.
Ein Rückblick auf die Blasmusikgeschichte
Solche Veranstaltungen wie das Muttertagskonzert zeigen nicht nur die Vitalität und Begeisterung der Musikkultur in Österreich, sondern auch die lange Tradition, die damit verbunden ist. Der Österreichische Blasmusikverband (ÖBV) hat in den vergangenen Jahren viel für die Förderung der Blasmusik geleistet, angefangen bei der Unterstützung während der COVID-19-Pandemie bis hin zur Einführung von Bildungsplattformen wie „BlasmusikONline“. Diese Plattformen bieten wichtige Seminare, Webinare und Workshops, um die musikalische Ausbildung weiter voranzubringen.
Im Jahr 2021, zum Beispiel, fand ein erfolgreicher Kompositionswettbewerb statt, der 69 Einreichungen verzeichnete. Solche Initiativen zeigen, wie lebendig und dynamisch die Blasmusikszene in Österreich ist und wie sie sich kontinuierlich weiterentwickelt. Die Veranstaltungen, die zur Feier des 70-jährigen Bestehens des ÖBV geplant waren, mussten zwar oft verschoben oder digital durchgeführt werden, doch der Enthusiasmus der Musiker blieb ungebrochen.
Die Blasmusik ist mehr als nur eine musikalische Darbietung – sie ist ein Teil unserer Kultur, ein Bindeglied zwischen Generationen und eine Quelle der Freude. Das Konzert in Mühlen hat dies auf eindrucksvolle Weise bewiesen und die Herzen aller Anwesenden berührt.