Heute ist der 13.05.2026, und die Sonne scheint über die wunderschöne Steiermark. Ein Anlass zum Feiern gibt es allemal: Michael Pöltl aus Fehring wurde mit dem Titel „Mostproduzent des Jahres 2026“ ausgezeichnet! Die Landesprämierung der Landwirtschaftskammer Steiermark für Most und Cider hat dem Bezirk Südoststeiermark gleich einen von sechs Landessiegen beschert. Das ist doch ein Grund, um den Sekt zu öffnen – oder in diesem Fall wohl eher den Most!
Pöltls Obsthof Glanz-Pöltl in Petzelsdorf hat mit seinem Rosé Most der Sorte Red Love die Jury überzeugt. Ein echtes Meisterwerk, sozusagen! Mit viel Hingabe und einer Prise Leidenschaft hat er die besten Äpfel gepresst und seine Zeit im Keller verbracht. Die Überraschung über den triumphalen Sieg war groß – für Michael, aber seine Frau Elisabeth war sich sicher, dass er die Auszeichnung verdient hat. Dabei ist das nicht das erste Mal, dass Pöltl in der Mostszene glänzt. Schon 2018 durfte er sich über denselben Titel freuen.
Ein Blick auf die Landessieger
Insgesamt haben sechs Landessieger um den Titel konkurriert. Neben Pöltl waren auch Günter Brunner aus Dambach mit seinem Apfellini, Daniela und Markus Holzer aus Vorau mit der Eisperle (Sorte Maschanzker), Klaudia und Christof Krispel aus Markt Hartmannsdorf mit ihrem Goldkehlchen Apfel-Birnen Cider, Martin Mausser aus Hitzendorf mit einem Qualitätsobstwein der Sorte Schafnase und David Kargl von Kühbreinmost aus Gaal mit dem Qualitätsobstwein „Friedrich“ (Sorte Braeburn) dabei. Da kann man nur sagen: Hut ab, was hier in der steirischen Obstweinszene abgeht!
Die Mostproduktion in der Steiermark ist ein echtes Handwerk, das sich nicht nur durch Tradition, sondern auch durch Innovation auszeichnet. Die Verwendung sowohl traditioneller als auch moderner Apfelsorten hat die Vielfalt der Produkte enorm bereichert. Pöltls Rosé Most hat es durch die sensorischen und analytischen Prüfungen der 14-köpfigen Expertenjury bis zum Landessieger-Finale geschafft. Nur die besten Qualitätsmoste tragen eine staatliche Prüfnummer, und die Auszeichnung ist ein echter Ritterschlag für jeden Betrieb.
Ein tieferer Einblick in die Kunst des Mosts
Doch was steckt eigentlich hinter der Herstellung von Qualitätsmost? Zuerst setzt sich der Saft, in dem sich kleine Fruchtpartikel befinden, ab. Der leicht trübe Saft wird dann in einen sauberen Gärbehälter umgefüllt – dabei sollte er nicht vollkommen klar sein, denn die Hefe benötigt Nährstoffe. Die Erzeuger von „Steirischem Qualitätsmost“ setzen oft auf Reinzuchthefe, die eine reintönige und rasche Gärung garantiert. Diese Gärung erfolgt unter Luftabschluss und ist temperaturgesteuert. Man kann sich das wie ein spannendes Experiment vorstellen: Zucker wird von Hefepilzen in Ethanol und Kohlendioxid umgewandelt, wobei Wärme und Gärgase entstehen. Nach etwa sieben bis zwölf Tagen ist die Hefe inaktiv – der Most ist bereit für den nächsten Schritt!
Auf 5,5 Hektar eigenem Anbau hat Pöltl die besten Äpfel für seinen Most geerntet. Mittlerweile presst er stolze 45.000 Liter pro Jahr! Der Trend geht in der Region zu weniger Alkohol, und so erfreut sich sein Most mit 6,5 Volumsprozent immer größerer Beliebtheit. Ein Hoch auf die steirische Mostkultur, die Tradition und Genuss perfekt verbindet!
Johann Winkelmaier, der Stadtchef, hat Pöltl persönlich besucht und seine hervorragende Arbeit gewürdigt. Auch Landtagsabgeordneter Franz Fartek hat die Verbindung von Handwerk und Kulinarik in der Region betont. Man kann also sagen, dass der Most nicht nur ein Getränk ist, sondern auch ein Stück steirische Identität und Lebensfreude – und das schmeckt man einfach!