Die Straßen der Steiermark sind oft Schauplatz von Geschichten, die das Leben schreibt. Doch manchmal sind es Tragödien, die uns daran erinnern, wie fragil unser Dasein ist. Am Donnerstag, den 4. Juni 2026, kam es zu einem schweren Unfall in Mitterberg-St. Martin, als zwei Pkw auf der B320 miteinander kollidierten. Kurz nach 17:00 Uhr war der Kreuzungsbereich zur L712 der Schauplatz dieses dramatischen Vorfalls, bei dem fünf Personen verletzt wurden.
Im Mittelpunkt standen ein 89-jähriger Fahrer und ein 19-jähriger Lenker, beide aus dem Bezirk Liezen. Der ältere Herr, der unglücklicherweise mit seiner 85-jährigen Beifahrerin unterwegs war, erlitt schwere Verletzungen. Sie wurde umgehend mit dem Rettungshubschrauber C14 ins LKH Schwarzach geflogen. Die anderen Beteiligten, darunter der 19-jährige Fahrer und zwei Beifahrer, mussten ebenfalls zur medizinischen Versorgung ins DKH Schladming gebracht werden. Die genauen Umstände des Unfalls sind bislang unklar – ein großes Fragezeichen schwebt über dem Geschehen.
Ein weiteres tragisches Ereignis
<pDoch das ist nicht das einzige Unglück, das an diesem Ort geschehen ist. Nur wenige Tage zuvor, am Sonntagnachmittag, ereignete sich ein tödlicher Verkehrsunfall auf der gleichen Bundesstraße. Eine 61-jährige Pkw-Lenkerin, die aus dem Bezirk Südoststeiermark kam, geriet vermutlich aufgrund von Sekundenschlaf in den Gegenverkehr und prallte frontal mit einem Lkw zusammen, gelenkt von einem 42-jährigen Mann aus Graz. Der Aufprall war so heftig, dass ihr Fahrzeug in den Böschungsbereich geschleudert wurde. Die Lenkerin konnte sich selbst aus dem Auto befreien, doch ihr 62-jähriger Ehemann, der auf dem Beifahrersitz saß, wurde im Fahrzeug eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle.
Der Lkw-Fahrer konnte glücklicherweise sein Fahrzeug selbstständig verlassen, erlitt jedoch leichte Verletzungen. Mehrere Einsatzorganisationen, darunter die Freiwilligen Feuerwehren St. Martin am Grimming und Gröbming, das Rote Kreuz und Notarzteinsatzfahrzeuge, waren rasch vor Ort und leisteten wertvolle Hilfe. Während der Bergung der Fahrzeuge war die B320 für mehrere Stunden gesperrt, was den Verkehr erheblich behinderte.
Statistiken und ein nachdenklicher Blick
<pDiese beiden Vorfälle werfen ein Licht auf die Gefahren auf unseren Straßen. Laut der Unfallstatistik des Innenministeriums gab es im Jahr 2025 in Österreich 397 Verkehrstote, ein Anstieg von 13,1 Prozent im Vergleich zu 2024. In der Steiermark allein starben im vergangenen Jahr 65 Menschen im Straßenverkehr, und die Hauptursachen sind oft Ablenkung, nicht angepasste Geschwindigkeit und Vorrangverletzungen. Diese Zahlen sind alarmierend und lassen uns nachdenklich zurück.
<pDie B320, auf der sich diese Tragödien ereigneten, ist nicht nur eine der vielbefahrensten Straßen, sondern auch ein Ort, an dem das Leben vieler Menschen verläuft. Es ist tragisch, dass solch schwerwiegende Unfälle immer wieder geschehen. Die Geschichten der Menschen, die dort ihren Alltag leben, sind ebenso wichtig wie die Zahlen. Hinter jeder Statistik steckt ein Leben, eine Familie, eine Geschichte. Bleiben wir also achtsam, wenn wir auf die Straße gehen – denn jeder Tag kann der letzte sein.