Am späten Nachmittag des 24. Mai 2026, genauer gesagt um 15:59 Uhr, wurde die B145 in Stainach-Pürgg zum Schauplatz eines aufregenden Einsatzes der Polizei. Die Zivilstreife der Landesverkehrsabteilung hatte sich auf Geschwindigkeitsmessungen spezialisiert – und das mit Erfolg. Zwei Motorradfahrer hatten sich nicht nur über das Tempolimit von 80 km/h hinweggesetzt, sondern fuhren jeweils mit atemberaubenden 156 km/h. Wer das für eine einmalige Sache hielt, der wurde eines Besseren belehrt.
Ein dritter Motorradfahrer, gerade mal 26 Jahre alt und ebenfalls aus dem Bezirk Liezen, überholte die Zivilstreife, überfuhr eine Sperrlinie und wechselte auf die Gegenfahrbahn – die Geschwindigkeit des Unbekümmerten? Unglaubliche 188 km/h, wo eigentlich nur 100 erlaubt waren. Die Polizei ließ nicht lange auf sich warten und hielt alle drei Raser im Ortsgebiet von Tauplitz an. Für die Herren gab es keine Gnade: Ihre Führerscheine wurden vorläufig abgenommen, die Weiterfahrt untersagt und das Motorrad des 26-Jährigen sogar vorläufig beschlagnahmt. Sechs Anzeigen an die Bezirkshauptmannschaft Liezen waren das Resultat dieser rasanten Jagd.
Tempolimits und ihre Bedeutung
Warum sind Tempolimits eigentlich so wichtig? Sie dienen nicht nur der Verkehrssicherheit, sondern sind auch in klaren Richtlinien festgelegt. Wo geblitzt werden darf, ist kein Geheimnis – und auch das Blitzen bei Regen, Schnee oder in der Nacht ist ohne sichtbaren Blitz erlaubt. Das sorgt für ein gewisses Maß an Fairness, auch wenn es manchmal wie ein Glücksspiel erscheint. In Deutschland gibt es verschiedene Messverfahren, die von Lasermessungen bis hin zu Radarmessungen reichen. Das alles muss natürlich technisch geprüft und zugelassen werden, damit die Verkehrssicherheit nicht auf der Strecke bleibt.
In Österreich sieht die Rechtslage ähnlich aus, auch wenn die Bundesländer eigene Richtlinien zur Geschwindigkeitsüberwachung haben. Mindestabstände zwischen Schildern und Messanlagen betragen in der Regel zwischen 150 und 200 Metern – Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Private Unternehmen sind nur eingeschränkt bei Geschwindigkeitsmessungen involviert, was zusätzliche Sicherheit bringen soll. Manchmal fühlt man sich als Autofahrer wie bei einem Wettlauf gegen die Zeit, und die richtige Entscheidung kann schnell über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Die Folgen überhöhter Geschwindigkeit
Die Konsequenzen für Geschwindigkeitsübertretungen sind klar geregelt. Der aktuelle Bußgeldkatalog sieht für Verkehrsverstöße bis zu drei Punkte vor, und ab acht Punkten kann es richtig eng werden – dann droht sogar der Entzug der Fahrerlaubnis. Auf den Punkt gebracht: Wer bei einer Geschwindigkeitsübertretung erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen, das sich je nach Schwere des Verstoßes unterscheiden kann. Ein Punkt für weniger schwere Verstöße, zwei Punkte für sehr schwere und gleich drei Punkte für die richtig kritischen Fälle, wie etwa bei Alkohol oder Drogen am Steuer.
Ein Punkt kann nach 2,5 Jahren verfallen, zwei Punkte nach fünf Jahren und drei Punkte nach zehn Jahren. Es gibt sogar die Möglichkeit, Punkte durch freiwillige Fahreignungsseminare abzubauen – solange man nicht mehr als fünf Punkte hat. Dazu kommt, dass die häufigsten Verkehrsverstöße in Österreich Geschwindigkeitsübertretungen sind, gefolgt von falschem Parken und Halten. Man fragt sich: Ist es wirklich das Risiko wert, einfach mal auf die Tube zu drücken?
Die Geschichte von den drei Motorradrasern in Liezen ist ein eindringliches Beispiel dafür, dass man die Kontrolle über das eigene Fahrzeug und die eigene Geschwindigkeit nie aus den Augen verlieren sollte. Denn am Ende zählt nicht nur der Spaß am Fahren, sondern auch die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Und das, meine Damen und Herren, sollte uns allen ein Anliegen sein.