Am 7. Mai öffnete die Ausstellung „Im Fluss der Verantwortung – Mensch & Natur an Salza & Enns“ im Österreichischen Forstmuseum Silvanum in Großreifling ihre Pforten. Rund 50 Gäste versammelten sich, um in die fesselnde Thematik der Verbindung zwischen Mensch, Natur und Kultur in der Region einzutauchen. Man konnte das Murmeln des Wassers fast hören, während die Geschichten von Holztransporten, Flößerei und der Entwicklung des Wildwassersports erzählt wurden. Diese Themen sind nicht nur Teil der Geschichte, sondern auch Teil der Identität der Menschen hier.
Besonders berührend waren die Berichte von Zeitzeugen wie Arnold Zimmermann und Fritz Dirninger. Sie teilten persönliche Abenteuer, die wie lebendige Postkarten aus der Vergangenheit wirken. Die Ausstellung selbst ist eine Schatzkiste: Historische Fotografien, spannende Erzählungen und Originalexponate zur Entwicklung von Booten und Ausrüstung lassen die Besucher in eine andere Zeit eintauchen. Ich konnte fast das Plätschern des Wassers und den Geruch von frischem Holz riechen, während ich durch die Räume schlenderte.
Ein musikalischer Genuss
Die Eröffnung war nicht nur eine visuelle, sondern auch eine akustische Freude. Reiner Zwanzleitner begleitete die Veranstaltung mit dem traditionellen Flößerlied – ein Moment, der die Herzen der Anwesenden berührte. Es war ein bisschen wie ein Wiedersehen mit alten Freunden, als die Melodien durch den Raum schwebten und Erinnerungen weckten. Die Atmosphäre war geprägt von Begegnungen, Gesprächen und einem Gefühl des Gemeinschaftsgeistes.
Ein Dank geht an die Mitwirkenden, Partner und Unterstützer, die diese Ausstellung möglich gemacht haben. Besonders hervorzuheben sind der Steirische Raftingverband und die regionalen Betriebe, die sich für die Erhaltung dieser wertvollen Kultur einsetzen. Der Einsatz für den Wildwassersport hat in der Region eine lange Tradition, die sich von den idealistischen Pionieren bis zu den professionellen Anbietern von heute erstreckt.
Brücken und Wasserwege
In der Region gibt es viele Brücken über Flüsse und Kanäle, die unterschiedliche Klassen und Formen aufweisen. Wasserstraßen erster Ordnung unterliegen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Hierbei kommen verschiedene Brückenarten zum Einsatz – von Wegebrücken über Straßenbrücken bis hin zu Eisenbahnbrücken. Manchmal ist es nötig, dass ein Gewässer unter Druck oder frei fließend durch ein Bauwerk geleitet wird, was durch Düker oder Durchlässe geschieht. Es ist faszinierend, wie viel Planung in den Bau von Kanälen fließt, einschließlich der zahlreichen erforderlichen Düker und Durchlässe. Wer hätte gedacht, dass unter uns so viel Technik schlummert?
Das Thema der Sperrtore, die das plötzliche Ausfließen von Wasser verhindern, ist ebenfalls von Bedeutung. Diese Sicherheitstore werden an Stellen mit hohen Dämmen oder besonderen Bauwerken eingesetzt, um den planmäßigen Dammquerschnitt zu schützen. Es ist spannend, wie die Ingenieurskunst von einst bis heute für den Schutz und die Nutzung unserer Gewässer sorgt.
Die Ausstellung „Im Fluss der Verantwortung“ ist ein eindrucksvoller Spiegel unserer Vergangenheit und eine Einladung, die Verantwortung für unsere Umwelt und Kultur ernst zu nehmen. Sie zeigt, wie eng Mensch und Natur verbunden sind und wie wichtig es ist, diese Beziehungen zu pflegen. Wer die Ausstellung noch nicht besucht hat, sollte unbedingt einen Abstecher nach Großreifling machen – es lohnt sich!