Heute ist der 8.06.2026 und in Leoben dreht sich alles um die Zukunft der MINT-Ausbildung. An der Montanuniversität Leoben fand ein spannendes Treffen des Sounding Boards zum Aktionsplan „MI(N)Tmachen“ statt. Hierbei ging es nicht nur um die Verbesserung des Übergangs von der Schule in ein MINT-Studium, sondern auch um die brennende Frage, wie man mehr junge Menschen, insbesondere Frauen, für technische und naturwissenschaftliche Studiengänge gewinnen kann. Das ist eine Herausforderung, die viele Bildungseinrichtungen und Unternehmen gleichermaßen beschäftigt.

Der Aktionsplan „MI(N)Tmachen“ ist eine Initiative, die vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung sowie dem Bundesministerium für Bildung ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die Begeisterung junger Menschen für MINT-Berufe langfristig zu fördern, um die Innovationskraft in Österreich zu stärken. Die Montanuniversität Leoben hat sich hier als zentrale Partnerin etabliert und setzt auf praxisnahe Lehr-Lern-Angebote, Schulkooperationen und mehrtägige „CampDays“. So wird den Studierenden ein modernes erstes Studienjahr geboten, das auch Themen wie Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft umfasst. Ein weiteres Highlight sind die Onboarding- und Mentoring-Programme, die den Einstieg ins Studium erleichtern und Studienabbrüche reduzieren sollen.

Impulse für die MINT-Bildung

Ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung ist der alle zwei Jahre stattfindende MINT-Kongress, der ebenfalls an der Montanuniversität Leoben stattfindet. Dieser Kongress, unterstützt von verschiedenen Institutionen wie dem BMBWF und der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws), bietet Lehrkräften und anderen Akteurinnen aus Bildung und Wirtschaft die Möglichkeit, neue Impulse für die MINT-Bildung zu setzen. Die Teilnahme ist kostenlos, und die Veranstaltung wird als Fortbildung für österreichische Lehrkräfte anerkannt. Das ist doch mal eine feine Sache!

Die Prominenz lässt sich bei so einem Event ebenfalls nicht lumpen. Bundesminister Martin Polaschek und weitere Vertreterinnen der Bildungslandschaft, wie Doris Wagner und Beatrix Karl, waren anwesend und betonten die Notwendigkeit, junge Menschen für MINT zu begeistern. Der Kongress behandelt zentrale Themen wie Künstliche Intelligenz, Digitalisierung sowie Nachhaltigkeit. Und das alles im Rahmen des Aktionsplans „MI(N)Tmachen“, der 2023 ins Leben gerufen wurde, um mehr junge Leute für MINT-Fächer zu gewinnen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken – ein sehr aktuelles Thema.

Der Fachkräftemangel im MINT-Bereich

Der Fachkräftemangel im MINT-Bereich ist ein echtes Problem, das sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Aktuell sind in Österreich 163.600 MINT-Arbeitsplätze unbesetzt. Besonders betroffen sind die MINT-Facharbeiterberufe, wo es einen Engpass von 89.600 Personen gibt. Die demografische Entwicklung und rückläufige Absolventenzahlen verschärfen die Situation zusätzlich. Es wird geschätzt, dass wir bis 2030 50.000 neue MINT-Fachkräfte benötigen, um Forschungsziele zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

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Das zeigt sich auch in den großen Herausforderungen, die vor uns liegen, wie der Digitalisierung und der Energiewende. Um diese zu bewältigen, müssen wir die MINT-Ausbildung und die Begeisterung für diese Fächer von Grund auf fördern. Die Initiativen an der Montanuniversität Leoben und die Unterstützung durch den Aktionsplan „MI(N)Tmachen“ sind Schritte in die richtige Richtung. Doch es bleibt noch viel zu tun, um die Potenziale von Frauen in MINT zu heben und die Chancen im Bildungssystem zu verbessern.

Die Zukunft sieht spannend aus – und wenn wir die richtigen Impulse setzen, könnte Österreich bald nicht nur als Land der Berge, sondern auch als Land der MINT-Expertise bekannt sein!