Heute, am 6. Juni 2026, möchten wir eine ganz besondere Geschichte aus Leoben teilen, die nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern auch Mut macht. Barbara Tolliner hat ein Buch veröffentlicht, das die bewegende Lebensgeschichte ihres verstorbenen Mannes Klaus Tolliner erzählt. Der Titel des Werkes? „Hinfallen ist erlaubt. Aufstehen ist Pflicht!“ Ein Motto, das nicht nur für Klaus, sondern auch für viele andere, die Schicksalsschläge erlitten haben, gilt.

Klaus Tolliner, der vor sieben Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs starb, hatte schon vor diesem furchtbaren Kampf ein Leben voller Herausforderungen. Am Heiligen Abend 1985, gerade einmal 18 Jahre alt, erlebte er einen schrecklichen Unfall. Ein Stromschlag von 15.000 Volt führte zu schweren Verletzungen: innere und äußere Verbrennungen sowie die Amputation seines linken Oberarms und beider Unterschenkel. Barbara beschreibt es als ein Wunder, dass Klaus diesen schicksalhaften Tag überlebte. Und anstatt aufzugeben, kämpfte er sich zurück ins Leben – ein wahrhaft inspirierender Lebensweg!

Ein Leben voller Herausforderungen

Das Buch umfasst 252 Seiten, die mit Unterstützung von Freunden, Familie und Kollegen entstanden sind. Barbara hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerungen an Klaus festzuhalten. Vor einigen Jahren war die Idee bereits in ihrem Kopf, doch erst im letzten Jahr entschloss sie sich, die Gedanken und Erlebnisse niederzuschreiben. Dabei sammelte sie 17 Texte von Menschen, die Klaus kannten und ihre eigenen Geschichten mit ihm teilten. Diese persönlichen Einblicke verleihen dem Buch eine ganz besondere Tiefe.

Klaus war ein wahres Multitalent. Trotz seiner Behinderungen erlernte er sechs Berufe – darunter Fotograf, Journalist und Sachverständiger. Er studierte Werkstoffwissenschaften an der Montanuniversität Leoben und gründete eine Familie. Er und Barbara haben eine Tochter, die in die Fußstapfen ihres Vaters treten möchte. Die Stärke, die Klaus ausstrahlte, war beeindruckend; er ließ sich durch nichts und niemanden unterkriegen.

Ein letzter Kampf

Die Diagnose unheilbarer Krebs, die Klaus im Herbst 2018 erhielt, stellte ihn vor eine weitere, schier unüberwindbare Hürde. Neun palliative Chemotherapien standen ihm bevor, und trotzdem verlor er nie seinen Optimismus. Klaus wollte ein Buch über seine Reise zum Nordkap schreiben, das er mit seinem Vater unternahm, um die Nordlichter zu sehen. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Barbara hat diese Geschichten nun in ihrem Buch verewigt. Sie will damit anderen Mut machen – vor allem Menschen, die ähnliche Kämpfe durchleben. Es ist ein Aufruf, sich nicht unterkriegen zu lassen!

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Das Buch ist sowohl als Hardcover als auch als Softcover über die „Buchschmiede“ erhältlich. Für alle, die mehr über Klaus erfahren möchten, plant Barbara eine Lesung in der Stadtbücherei Leoben im Frühjahr 2027. Ein Anlass, den man sich wirklich nicht entgehen lassen sollte. Barbara teilt nicht nur Klaus’ Lebensgeschichte, sondern auch ihre eigenen Erkenntnisse über innere Stärke und die Bedeutung von Verbundenheit. Ein Buch, das dazu einlädt, das eigene Leben neu zu bewerten und Kraft zu schöpfen.

Es sind Geschichten wie diese, die zeigen, dass das Leben trotz aller Widrigkeiten lebenswert ist. Klaus’ Lebensweg und Barbaras Engagement sind ein Lichtblick, der uns daran erinnert, dass wir die Kraft in uns tragen, auch nach einem Sturz wieder aufzustehen.