Ein ganz normaler Sonntagvormittag in Leoben – zumindest bis zu dem Moment, als eine 62-jährige Frau auf der S6 Semmering Schnellstraße für Aufregung sorgte. Mit schier unglaublichen 3,26 Promille im Blut war sie über acht Kilometer als Geisterfahrerin unterwegs. Hört sich nach einem schlechten Film an? Ist aber Realität! Und das am helllichten Tag, gegen 11.25 Uhr, als viele noch ihren Kaffee genießen.

Die Lenkerin hatte sich entschieden, ihr Fahrzeug einfach mal im Bereich einer Baustelle zu wenden. Wer kennt das nicht? Stau ist nervig! Doch die Idee, einfach entgegen der Fahrtrichtung in Richtung St. Michael zu fahren, ist nicht gerade die beste Lösung. Wenn man sich das vorstellt, wird einem mulmig. Die Polizei wurde auf die Geisterfahrerin aufmerksam, als sie in einer Kurve den Einsatzkräften entgegenkam. Was dann passierte, kann man sich lebhaft vorstellen: Blaulicht, Folgetonhorn und zahlreiche Lichtsignale – doch die 62-Jährige hielt nicht an. Sie fuhr einfach weiter!

Die riskante Fahrt

Das Szenario hätte leicht in einer Katastrophe enden können. Die Polizei handelte schnell und stoppte den Gegenverkehr, während eine weitere Streife versuchte, die Geisterfahrerin zu packen. Man fragt sich, wie viele Menschen sich in diesem Moment fragten, wo ihr Kopf war. Über eine Strecke von rund acht Kilometern wurden insgesamt 16 Personen konkret gefährdet – eine erschreckende Bilanz! Schließlich konnte die Polizei die Frau zum Anhalten bewegen, was wohl nicht nur sie, sondern auch die anderen Verkehrsteilnehmer erleichtert haben dürfte.

Ein durchgeführter Alkotest brachte die alarmierende Zahl von 3,26 Promille ans Licht. Das ist schon ein ordentliches Stück über dem Limit und lässt einen schaudern, wenn man an die möglichen Folgen denkt. Vorläufig wurde ihr Führerschein abgenommen, und sie wird wegen mehrerer Verwaltungsübertretungen sowie des Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung angezeigt. Man fragt sich: Was könnte sie sich gedacht haben? Vielleicht, dass es einfach nur ein bisschen Spaß macht, gegen den Strom zu schwimmen?

Alkohol am Steuer: Eine ernste Angelegenheit

Der Vorfall wirft nicht nur Fragen auf, sondern erinnert auch an die wichtige Arbeit von Organisationen wie dem Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr e.V. (BADS). Mit Sitz in Hamburg setzen sie sich für die Bekämpfung von Alkohol und anderen berauschenden Mitteln im Verkehr ein. Ihre Aufgaben sind vielfältig und reichen von Aufklärung über die Gefährlichkeit von Alkohol bis hin zur Förderung der Verkehrserziehung. Hier wird klar, dass es ernsthafte Konsequenzen hat, sich ans Steuer zu setzen, wenn man nicht fahrtüchtig ist.

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Wir können nur hoffen, dass solche Vorfälle wie der der Geisterfahrerin in Leoben nicht zur Gewohnheit werden. Es bleibt zu wünschen, dass jeder Einzelne sich der Verantwortung bewusst ist, die er im Straßenverkehr trägt. Denn letztendlich geht es nicht nur um einen selbst, sondern um alle, die auf der Straße unterwegs sind.