In Leoben, ganz im Herzen der Steiermark, gibt es einen besonderen Grund zur Freude. Heinz Moser, der passionierte Cellolehrer und Direktor der Kunst- und Musikschule Leoben, feiert bald ein ganz persönliches Jubiläum. Vor 50 Jahren, damals war er gerade mal acht Jahre alt, begann er unter der Anleitung von Leopold Regner in der Musikschule Knittelfeld das Cello zu erlernen. Ein Schritt, der nicht nur sein Leben, sondern auch das musikalische Leben vieler seiner Schüler geprägt hat!
Die Wurzeln seiner musikalischen Reise reichen zurück in die Familie. Sein Vater, ein leidenschaftlicher Blasinstrumentenspieler und begeisterter Fan sinfonischer Klänge, legte Wert auf die musikalische Ausbildung seiner Söhne. Moser und seine Brüder sollten Streichinstrumente lernen. Und das hat sich ausgezahlt! Heute ist die Nachfrage nach Cello-Unterricht an seiner Schule enorm – so sehr, dass eine zweite Cello-Stelle besetzt wurde. Auch Gesang und Schlagzeug erfreuen sich großer Beliebtheit, vor allem nach der Corona-Pandemie, die zu einem regelrechten Anstieg an Anmeldungen geführt hat. In den Klavierkursen ist die Schule sogar an der Kapazitätsgrenze, und es gibt eine Warteliste, die immer länger wird.
Ein Konzert der besonderen Art
Heinz Moser hat sich für sein Jubiläumskonzert ordentlich ins Zeug gelegt. Seit November 2024 übt er für diesen besonderen Abend, der am 12. Mai stattfinden wird. Obwohl er zugibt, ein wenig nervös zu sein, überwiegt die Vorfreude auf das Konzert. Das Versprechen, als Solist am Violoncello mit dem renommierten Sinfonischen Orchester Leoben aufzutreten, ist sicherlich ein Höhepunkt seiner musikalischen Laufbahn. Unter der Leitung des preisgekrönten Dirigenten David Schlager, der aus Mautern stammt, wird das Konzert mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis für alle Anwesenden.
Musik ist für Moser nicht nur Beruf, sondern auch Leidenschaft. Nach der Matura studierte er zunächst drei Jahre Kunststofftechnik an der Montanuniversität Leoben. Aber die Musik lies ihn nicht los, und so entschied er sich, dem Ruf seines Herzens zu folgen. Ein Cello-Studium war die logische Konsequenz, denn die Verbindung von Musik und Technik ließ sich einfach nicht gleichzeitig verwirklichen. Und irgendwie hat er damit alles richtig gemacht, wenn man sieht, wie viele junge Talente er heute ausbildet.
Ein Blick in die Zukunft
Die Vorbereitungen für das Jubiläumskonzert sind in vollem Gange und die Vorfreude in der Stadt spürbar. Die Menschen in Leoben wissen, wie wichtig dieser Moment für Moser ist und freuen sich schon darauf, ihn auf der Bühne zu sehen. Der Klang des Cellos, das Zusammenspiel mit dem Orchester und die leidenschaftliche Darbietung versprechen, dass der 12. Mai in die Musikgeschichte der Stadt eingehen wird. Wer weiß, vielleicht inspiriert dieses Konzert sogar die nächste Generation von Musikern, den Weg von Heinz Moser zu folgen.