Leoben, ein Ort mit tiefen Wurzeln im Bergbau, wird am letzten Maiwochenende zum Schauplatz des ersten Bergstadtfests. Die Bergkapelle Leoben-Seegraben hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um diesen besonderen Anlass gebührend zu feiern. 170 Jahre Bergkapelle und 300 Jahre Glanzkohlebergbau in Seegraben – das sind nicht einfach nur Zahlen, das sind Geschichten, Traditionen und ein ganzes Erbe! Und das soll nun drei Tage lang in vollen Zügen gefeiert werden.
Die Vorbereitungen laufen seit zwei Jahren, ein Engagement, das durch die leidenschaftliche Arbeit von Alfred Zechling, der im März verstorben ist, geprägt wurde. Kapellmeisterin Gloria Ammerer hebt hervor, wie wichtig diese Veranstaltung in Zechlings Andenken ist. Man kann sich nur vorstellen, wie viel Herzblut in den Vorbereitungen steckt, unterstützt durch die Stadt Leoben, das Land Steiermark und zahlreiche freiwillige Helfer. Es wird ein Fest über den Klang der Blasmusik, die Gemeinschaft und das Bergmannsleben.
Ein Programm voller Höhepunkte
Am Freitag wird das Fest mit einer feierlichen Eröffnung durch das Österreichische Bundesheer eingeleitet. Ein Platzkonzert, eine Leistungsschau und die Angelobung von Soldaten werden die Luft mit Stolz und festlicher Stimmung erfüllen. Am Samstag steht die Uraufführung der Leobener Bergmannsmesse in der Stadtpfarrkirche St. Xaver auf dem Programm. Diese Messe wird ein einzigartiges Erlebnis, das traditionelles bergmännisches Liedgut mit sakralen Elementen mischt – ein Zusammenspiel der Klänge, das die Seele berührt. Und wer denkt, das war’s schon, irrt sich gewaltig! Eine Parade mit 1.500 Teilnehmern aus 65 Berg- und Hüttenvereinen wird nach der Messe durch die Straßen ziehen. Das wird ein Anblick, den man nicht so schnell vergisst!
Der Sonntag verspricht ebenfalls ein Highlight zu werden. Das Bezirksmusiktreffen mit Marschmusikwertung zieht acht Kapellen an, die um die Gunst des Publikums wetteifern. Ein Sternmarsch mit 20 Vereinen zum gemeinsamen Festakt am Hauptplatz wird das gesamte Wochenende krönen. Kulinarische Köstlichkeiten und Kinderunterhaltung runden das Programm ab, sodass für jeden etwas dabei ist. Es wird ein Fest voller Klang, Begegnung und gelebter Tradition, das die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft vereinen soll.
Ein Fest für alle Generationen
Die Bergkapelle hat eine bewegte Geschichte. Nach dem Ersten Weltkrieg gegründet, hat sie sich 2015 umbenannt und wird nun sogar als Universitätsblasorchester der Montanuniversität Leoben anerkannt. Mit rund 75 Musikern im Alter von 17 bis 84 Jahren ist die Kapelle ein wahres Sinnbild für den Zusammenhalt und die Leidenschaft der Gemeinschaft.
Die Einladung zur Teilnahme richtet sich nicht nur an Berg- und Hüttenvereine, sondern auch an Musikkapellen und Chöre. Die Veranstalter hoffen auf zahlreiche kreative Aussteller und engagierte Unterstützer, um das Fest zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Es ist eine wunderbare Gelegenheit für alle, das bergmännische Erbe zu feiern und den musikalischen Zusammenhalt zu zelebrieren.
So naht das erste Leobener Bergstadtfest mit großen Schritten und einer Prise Vorfreude in der Luft. Man darf gespannt sein, welche Erinnerungen und Geschichten aus diesen drei Tagen entstehen werden. Die Vorfreude ist greifbar, und es bleibt zu hoffen, dass die Sonne mitspielt und die Klänge der Blasmusik die Straßen Leobens erfüllt.