Heute ist der 17.06.2026 und wir blicken zurück auf eine ganz besondere Wallfahrt, die am 13. Juni stattfand. 28 Pilgerinnen und Pilger machten sich von Tobisegg, dem malerischen Startpunkt am Woakapeter Kreuz, auf den Weg nach Wies. Die Sonne schien, der Himmel war blau – die perfekten Bedingungen für eine Pilgerreise, die nicht nur dem Glauben, sondern auch der Gemeinschaft gewidmet war.

Der Weg führte die Teilnehmer an zahlreichen Stationen vorbei: Kreuze, Marterln, Kapellen und Kirchen luden zum Innehalten ein. Es war ein Weg des Gebets, in dem Anliegen wie Schutz vor Unwettern und Gesundheit im Mittelpunkt standen. Auch dem Gedenken an Verstorbene wurde Rechnung getragen – eine Tradition, die tief in den Herzen der Pilger verankert ist.

Ein Moment der Stille und des Austauschs

Mit einem Reisesegen von Pfarrvikar Mag. Anton Luu begann die Wallfahrt. Die Segensworte hallten durch die Luft und gaben den Pilgern den nötigen Mut für den bevorstehenden Weg. Unterwegs gab es an verschiedenen Labestationen immer wieder Gelegenheit zum Stärken und Erfrischen. Gastfreundliche Familien, wie die Leitingers aus Kraubath und die Weiss‘ aus Oberhart, hatten sich bereit erklärt, die Pilger mit kühlen Getränken und kleinen Snacks zu bewirten. Ein echter Hochgenuss, wenn man bedenkt, wie viel Energie man beim Pilgern verbraucht!

Um 18:45 Uhr, begleitet vom feierlichen Glockengeläut, erreichte die Gruppe schließlich ihr Ziel in Wies. Ein Moment, der für alle Anwesenden unvergesslich bleiben wird. Die heilige Messe, zelebriert von Pfarrer Friedrich Trstenjak, bot nicht nur einen spirituellen Abschluss, sondern auch eine Gelegenheit für die Pilger, ihre Gedanken und Erfahrungen miteinander zu teilen. Das Gefühl der Gemeinschaft war greifbar und die Gespräche vor der Kirche rundeten den Tag wunderbar ab.

Die Wurzeln des Pilgerns

Ein Blick in die Geschichte des Pilgerns zeigt, dass diese Tradition tief in vielen Kulturen verwurzelt ist. Pilgern gibt es in allen großen Weltreligionen; im Christentum hat es einen besonderen Stellenwert. Die Bibel erzählt von vielen Pilgermomenten, sei es Abraham auf dem Weg ins verheißene Land oder Jesus, der zum Pessachfest nach Jerusalem reiste. Diese Geschichten sind nicht nur Erzählungen aus alten Zeiten, sie sind auch Inspiration für viele Gläubige, die sich auf den Weg machen, um Heilung, Buße oder Dankbarkeit zu zeigen.

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Die Wallfahrt von Tobisegg nach Wies ist mehr als nur ein Weg von A nach B. Sie ist ein Ausdruck des Glaubens und der Verbundenheit mit der Natur und der Gemeinschaft. Es ist der Wunsch, innezuhalten, zu reflektieren und den eigenen Gedanken Raum zu geben. Für die Teilnehmer bleibt die Vorfreude auf das nächste „Wiesbeten“ im Jahr 2027; die Vorbereitungen haben bereits begonnen!

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