Frischer Wind für die Naturparke: Matthias Rode gestaltet die Zukunft der Steiermark
Heute ist der 14.06.2026, und in Leibnitz, wo die sanften Hügel der Steiermark auf die blühenden Wiesen treffen, wird ein neues Kapitel in der Geschichte der Naturparke aufgeschlagen. Matthias Rode, seit dem 1. April Geschäftsführer der Naturparke Steiermark, bringt frischen Wind in die Region. Der gebürtige Leibnitzer, der zuvor zehn Jahre im Naturpark Südsteiermark tätig war, hat ein großes Ziel: die sieben steirischen Naturparke weiterzuentwickeln und sie als Vorbilder für nachhaltige Entwicklung zu positionieren.
Rode hat schon in seiner vorigen Position einige spannende Projekte zur Förderung von Naturschutz, Regionalentwicklung, Umweltbildung und nachhaltigem Tourismus umgesetzt. Aber jetzt, in seiner neuen Rolle, möchte er noch mehr erreichen. „Kooperation, Wertschätzung und Innovation“ sind für ihn die Schlüsselbegriffe, die den Weg in die Zukunft weisen. Die Naturparke, dazu gehören das Almenland, das Mürzer Oberland und die Steirische Eisenwurzen, sind nicht einfach nur schöne Landschaften. Sie sind lebendige Kulturlandschaften, die es zu bewahren gilt.
Ein starkes Netzwerk für die Natur
Die Hauptaufgaben von Rode sind klar umrissen: strategische Weiterentwicklung, Koordination gemeinsamer Projekte und Interessenvertretung für die Naturparke. Dabei wird die Zusammenarbeit mit Gemeinden, Schulen und Betrieben eine zentrale Rolle spielen. „Wir müssen die Entwicklung aktiv gestalten“, sagt er. Um das zu erreichen, plant er, innovative Förderprogramme auf verschiedenen Ebenen zu initiieren, die die Projekte unterstützen. Besonders wichtig ist ihm die genetische Vielfalt der Kulturlandschaften. Dazu gehört auch die Vermehrung regionaler Gehölze und Wiesen-Saatguts.
Aber was bedeutet das konkret? Nun, die Naturparke arbeiten nach einem 4-Säulen-Modell: Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung. Es geht nicht nur um Naturschutz, sondern auch um die Erhaltung der Landschaft und die Förderung der regionalen Wirtschaft. „Schützen durch Nützen“ lautet das Motto. Dabei wird die Verbindung zwischen Artenvielfalt, Landschaftsbild und Lebensqualität besonders betont. Ein schöner Gedanke, der sich durch die gesamte Planung zieht!
Die Herausforderung der Nachhaltigkeit
Ein gewisses Spannungsfeld wird dabei immer bestehen. Es gibt keine neuen Naturparke in Planung, auch wenn es Wünsche dafür gibt. Die Auszeichnung „Naturpark“ ist eine Würdigung für die Menschen, die durch nachhaltige Bewirtschaftung die Kulturlandschaft erhalten haben. Diese Auszeichnung ist kein Schutzstatus, sondern liegt meist in einem Landschaftsschutzgebiet. Es gilt also, die bestehenden Naturparke bestmöglich zu fördern und weiterzuentwickeln.
Die Herausforderungen sind vielfältig. Neben der Förderung durch die Abteilung 13 Umwelt und Raumordnung müssen die Naturparkvereine oft Eigenmittel aufbringen, was nicht immer einfach ist. Doch Rode sieht in der Stärkung der lokalen und regionalen Wirtschaft durch Naturschutz- und Regionalentwicklungsprojekte eine große Chance. Die Naturparke sollen zu Modellregionen für nachhaltige Entwicklung werden, wo Landwirtschaft, Tourismus und Naturschutz Hand in Hand arbeiten.
Ein Blick in die Zukunft
Das Bewusstsein für die Verbindung zwischen Natur und Mensch, zwischen Artenvielfalt und regionaler Wertschöpfung zu schärfen, wird einer der Schwerpunkte von Rodes Arbeit sein. Interaktive Bildungsangebote, spezielle Schulprogramme und attraktive Erholungseinrichtungen sollen in Zukunft noch mehr Menschen dazu einladen, die Schönheit der steirischen Naturparke zu entdecken und zu erleben. „Wir müssen die Menschen mit auf die Reise nehmen“, sagt Rode. Und genau das wird die Herausforderung und die Freude seiner neuen Aufgabe sein.
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