Heute ist der 5.05.2026 und wir blicken in die Herzen dreier beeindruckender Frauen aus Leibnitz, die sich auf den Weg gemacht haben, ihre beruflichen Träume zu verwirklichen. Lebensumstände und Schicksalsschläge können manchmal wie ein schwerer Rucksack auf den Schultern lasten, besonders für Frauen und Mütter, die oft mit den Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf kämpfen müssen. Doch Mut und Neuanfang stehen bei Jessica Steele, Martina Scharf und Michelle Veronik an oberster Stelle.
Jessica, 36 Jahre alt, hat in Deutschland als Arbeitserzieherin gearbeitet, jedoch war ihre Ausbildung nach dem Umzug nach Österreich nicht anerkannt. Nach zwei Jahren in der Warteschleife der Arbeitslosigkeit kam der entscheidende Wendepunkt: Das Arbeitsmarktservice (AMS) informierte sie über das FiT-Programm, das speziell Frauen in handwerklichen und technischen Berufen unterstützt. Jetzt besucht sie den Kurs „Green Jobs“, wo sie spannende Einblicke in umweltfreundliche Berufe erhält und sich auf mögliche Ausbildungen vorbereitet. Kürzlich erhielt sie sogar einen Anruf für eine Lehrstelle als Optikerin – was für eine aufregende Wendung!
Ein neuer Weg für Martina
Martina Scharf, 35 Jahre alt, hat als Hundetrainerin begonnen und sich selbstständig gemacht, um ihrem Kind eine bessere Zukunft zu bieten. Ursprünglich wollte sie Mechanikerin werden, doch das Leben hatte andere Pläne für sie. Die Corona-Pandemie und ihre Schwangerschaft zwangen sie dazu, ihre Tätigkeit als Hundetrainerin auf Eis zu legen. Nach der Karenz merkte sie schnell, dass es als Mutter nicht leicht ist, einen Job zu finden. Vorurteile gegenüber Frauen mit Kindern sind nach wie vor verbreitet. Ihre AMS-Beraterin empfahl ihr eine Umschulung, was, ehrlich gesagt, mit einem kleinen Kind eine ziemliche Herausforderung ist. Viele Stellenangebote im Schichtmodell sind für sie nicht machbar. Trotz der vielen Absagen, die sie aufgrund von mangelnder Berufserfahrung erhält, gibt sie nicht auf und hofft auf eine Chance.
Die drei Frauen haben unzählige Bewerbungen geschrieben und mussten oft erleben, wie viele Betriebe einfach nicht antworten. Michelle Veronik, die Jüngste im Bunde mit 22 Jahren, hat es ebenfalls nicht leicht. Nach ihrer Matura zog sie nach Wien, um sich als Coachin für Entspannung und Meditation selbstständig zu machen. Doch ein Burnout zwang sie zurück in die Steiermark, wo sie diese Zeit in Ruhe aufarbeiten konnte. Jetzt ist sie entschlossen, eine Ausbildung im technischen Bereich zu machen und sich in einem männerdominierten Feld zu behaupten. Um Erfahrungen zu sammeln, nahm sie sogar ein unbezahltes Praktikum als Fitnesstrainerin an. Im Kurs „Green Jobs“ entdecken sie nicht nur verschiedene Lehrberufe, sondern auch ihre eigenen Fähigkeiten und Talente.
Ein Blick in die Zukunft
Die Herausforderungen sind groß, aber der Mut und die Entschlossenheit dieser Frauen sind noch viel größer. Jessica, Martina und Michelle zeigen, dass es nie zu spät ist, neue Wege zu gehen und sich den eigenen Träumen zu widmen. Die Unterstützung durch das FiT-Programm ist dabei ein wertvoller Schritt, um die Weichen für eine bessere berufliche Zukunft zu stellen. Wenn wir diese drei Frauen beobachten, spüren wir die positiven Vibes, das Feuer in ihren Herzen und die Hoffnung auf Veränderung. Und ganz ehrlich, das ist es, was uns zusammenhält: der Glaube an neue Chancen und die Kraft der Gemeinschaft.