Heute ist der 28.04.2026 und die Sorgen um das Amphibiensterben in der Steiermark nehmen kein Ende. Die Steiermärkische Berg- und Naturwacht schlägt Alarm, denn der Rückgang der Amphibienpopulationen ist alarmierend. Besonders in diesem Jahr wurden bei den Krötenwanderungen deutlich weniger Tiere gezählt als in den Vorjahren. Landesleiter Raphael Narrath warnt vor einem stillen Sterben der Amphibien, das nicht ignoriert werden kann.

In der südlichen Steiermark war die Situation dieses Jahr besonders dramatisch. Die Wetterlage spielte den Tieren einen Streich: Im März, der Hauptwandersaison, blieben nennenswerte Niederschläge aus, und die Temperaturen sanken in vielen Nächten unter den Gefrierpunkt. Diese klimatischen Bedingungen haben die Wanderung der Amphibien erheblich beeinträchtigt. Viele temporäre Gewässer, die für die Fortpflanzung unerlässlich sind, trockneten frühzeitig aus, was die Brutzeit der Amphibien zusätzlich erschwerte.

Ein besorgniserregender Trend

Der Rückgang der Amphibienpopulationen ist kein neues Phänomen, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der seit Jahren beobachtet wird. Besonders besorgniserregend ist der dramatische Rückgang der Moorfrösche: Während 2018 noch über 4.000 Tiere gezählt wurden, waren es 2026 weniger als 100. Diese Art gilt mittlerweile als vom Aussterben bedroht und benötigt Lebensräume mit hohem Grundwasserstand.

Die Ursachen für diesen Rückgang sind vielfältig. Klimatische Veränderungen, Lebensraumverlust, Straßenverkehr und Umweltgifte spielen eine entscheidende Rolle. Auch wenn Amphibienschutzzäune und freiwillige Helfer vor Ort wertvolle Unterstützung bieten, können sie die grundlegenden Probleme nicht allein lösen. Hier ist dringender Handlungsbedarf gefragt, insbesondere in Bezug auf die Erhaltung und Wiederherstellung von Feuchtgebieten.

Gemeinsame Anstrengungen für die Zukunft

Um den Amphibien in der Steiermark eine Perspektive zu bieten, arbeiten die Steiermärkische Berg- und Naturwacht und Herpetologen aktiv an Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume. Diese Anstrengungen werden sowohl vom Land Steiermark als auch vom Biodiversitätsfonds gefördert. Auch die Teichbesitzer zeigen sich kooperativ und unterstützen die notwendigen Maßnahmen. Langfristige Anstrengungen sind unerlässlich, auch in anderen Vorkommen.

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Experten empfehlen zudem den Aufbau von Nachzuchtprogrammen, um die Populationen der bedrohten Arten zu stabilisieren. Die Zeit drängt, denn ohne gezielte Maßnahmen könnte das Amphibiesterben in der Steiermark weiter fortschreiten und möglicherweise irreparable Schäden an den Ökosystemen verursachen.