Heute ist der 22.07.2026 und während wir hier in Hartberg-Fürstenfeld das sommerliche Treiben genießen, gibt es auch weniger erfreuliche Neuigkeiten aus der Region. Auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen bleibt das Thema Müllentsorgung ein heißes Eisen – und das nicht nur im übertragenen Sinne. In den letzten Jahren hat sich das Müllaufkommen auf unseren Straßen als hartnäckiger Begleiter erwiesen. Im Jahr 2025 wurden auf den steirischen Autobahnen und Schnellstraßen genau 1.415 Tonnen Müll eingesammelt, was fast dem Vorjahr entspricht (1.418 Tonnen). Das sind Zahlen, die einem schon beim Durchfahren der Autobahn die Kehle zuschnüren können.

Österreichweit ist die Gesamtsumme der gesammelten Abfälle von 9.020 Tonnen im Jahr 2024 auf 8.915 Tonnen im Jahr 2025 leicht gesunken. Ein kleiner Lichtblick, könnte man meinen, aber die Probleme durch „Littering“ und illegale Ablagerungen, sei es Hausmüll, Bauschutt oder Altreifen, bestehen weiterhin. Die Kosten für die Müllentsorgung auf Autobahnen und Schnellstraßen belaufen sich auf etwa neun Millionen Euro – eine Summe, die man sich besser sparen könnte, oder?

Ein Sicherheitsrisiko für alle

Würden wir mit offenen Augen durch die Welt fahren, wäre uns vielleicht auch klar, dass mehr als ein Viertel des Abfalls (über 2.200 Tonnen!) händisch von ASFINAG-Mitarbeitern eingesammelt werden muss. Man kann sich kaum vorstellen, wie es ist, mit einem Müllsack am Straßenrand zu stehen, während die Autos mit ungebremster Geschwindigkeit vorbeirauschen. Müll auf der Fahrbahn ist nicht nur unschön, sondern stellt auch ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko für Verkehr und Einsatzkräfte dar. Wer denkt schon an die Menschen, die für unsere Sicherheit arbeiten?

Um auf diese Gefahren aufmerksam zu machen, wurde die Kampagne „Meine Mama/mein Papa arbeiten für dich. Danke, dass du auf sie aufpasst“ ins Leben gerufen. Denn jeder von uns kann dazu beitragen, die Straßen sauberer zu halten. Die ASFINAG hat auch mit Überkopfanzeigen den Slogan „Ich bin die Autobahn, kein Mistkübel“ eingeführt, um auf das Problem des Litterings hinzuweisen. Ein cleverer Schachzug, der hoffentlich die Menschen zum Nachdenken anregt.

Regionale Unterschiede und Entwicklungen

Interessanterweise gab es in einigen Bundesländern moderate Anstiege der Müllmengen, so etwa in Kärnten, Salzburg, Burgenland, Vorarlberg und Wien. Das zeigt, dass nicht alle Regionen gleich gut mit dem Müllproblem umgehen. Während in der Steiermark die Zahlen relativ konstant geblieben sind, haben andere Teile Österreichs scheinbar noch mit ihrer Müllentsorgung zu kämpfen. Ein Blick auf die Müll-Hitliste 2025 zeigt, dass die höchsten Müllmengen in Niederösterreich (1.975 Tonnen) und Oberösterreich (1.504 Tonnen) zu verzeichnen sind. Die Steiermark liegt mit 1.415 Tonnen im Mittelfeld.

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Wir müssen uns also fragen: Was können wir tun, um diese Zahlen zu reduzieren? Jeder kann einen Beitrag leisten, sei es durch richtiges Entsorgen von Abfällen oder durch das Vermeiden von Müll während der Autofahrt. Wenn wir alle ein bisschen mehr darauf achten, könnte das Bild, das wir von unseren Straßen haben, schon bald ein ganz anderes sein.

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