Die steirische Industrie zeigt sich zur Jahresmitte in einem eher gedämpften Licht. Eine aktuelle Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung (IV) Steiermark, bei der 40 Industriebetriebe befragt wurden, offenbart eine klare Stagnation. Die Geschäftslage und der Ausblick auf die kommenden Monate bringen wenig Optimismus. Viele Unternehmen berichten von einer Stabilität, die jedoch auf einem niedrigen Niveau verharrt. Der Geschäftsklima-Saldo ist von +11 auf +0,5 gesunken, was unter dem österreichischen Durchschnitt von +2,3 liegt. Das Bild, das die Befragten zeichnen, ist ernüchternd.

Nur 11% der Betriebe geben an, sich in einer guten Geschäftslage zu befinden – im Vergleich zum Vorquartal, wo es noch 33% waren. Das spricht Bände! 72% der Unternehmen melden eine durchschnittliche Auftragslage, während der Anteil der Betriebe, die eine negative Einschätzung der Auslandsaufträge abgeben, erfreulicherweise von 17% auf 7% gesunken ist. Dennoch bleibt die Mehrheit der Unternehmen bei der Einschätzung der Auslandsaufträge in einem neutralen Bereich. Für das kommende Quartal ist kaum Bewegung zu erwarten, und die Produktionstätigkeit sowie die Kapazitätsauslastung drohen, in den negativen Bereich abzurutschen.

Ein Blick in die Zukunft

75% der Befragten rechnen mit einer unveränderten, niedrigen Geschäftslage. Die Einschätzungen zum Beschäftigtenstand sind ebenfalls pessimistisch, der Saldo sinkt von -9 auf -34. Nur 1% der Unternehmen plant Neueinstellungen bis Herbst – im vorherigen Quartal waren es noch 19%. 77% der Firmen erwarten, dass sich die Geschäftslage nicht verbessern wird, was den Saldo auf -1 fallen lässt. Diese Zahlen werfen ein deutliches Licht auf die Herausforderungen, mit denen die steirische Industrie derzeit konfrontiert ist.

Ein weiterer Punkt, der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die Kritik an den politischen Rahmenbedingungen. Die Industrie fordert ambitionierte Strukturreformen, um den stagnierenden Zustand zu durchbrechen. An der Umfrage nahmen 40 Betriebe teil, wobei die Methode auf positiven, neutralen und negativen Antworten zur Berechnung des Saldos basiert.

Wirtschaftliche Einordnung

Der Blick auf die Bruttowertschöpfung (BWS) und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gibt uns einen tieferen Einblick in die wirtschaftliche Lage. Die BWS misst den Wertzuwachs im Produktionsprozess, während das BIP die Summe aller BWS in einem Land darstellt. Wichtig zu wissen: Der Unterschied zwischen BWS und BIP liegt darin, dass Letzteres auch staatliche Steuern sowie Subventionen berücksichtigt. Ein Dashboard zeigt die Entwicklung des realen Wirtschaftswachstums in Österreich, aufgeschlüsselt nach verschiedenen Wirtschaftsbereichen.

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Die Prognosen für 2025 deuten auf eine stagnierende wirtschaftliche Entwicklung hin. Dabei sind die Konsumausgaben der privaten Haushalte, die Bruttoinvestitionen und der Außenbeitrag zentrale Faktoren, die es zu beobachten gilt. Auch die Arbeitslosenzahlen und die Entwicklung der Einkommen spielen eine wichtige Rolle: Die Arbeitslosenquote und die Entwicklung der gesamten nominellen Lohn- und Gehaltssumme in Österreich sind stets im Fokus. Das Zinsniveau, darunter der Leitzins der EZB und die Zinsen für 10-jährige Bundesanleihen, wird ebenfalls aufmerksam verfolgt.

In dieser unsicheren wirtschaftlichen Lage ist es umso wichtiger, dass die steirische Industrie nicht nur auf Stabilität hofft, sondern aktiv an Lösungen arbeitet, um dem stagnierenden Trend entgegenzuwirken. Ein Aufbruch in neue, innovative Bereiche könnte der Schlüssel sein, um frischen Wind in die steirische Wirtschaft zu bringen.

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