Heute ist der 2.07.2026 und die Stadt Graz hat große Pläne, die nicht nur die lokalen Energienetze, sondern auch die Umwelt erheblich verändern könnten. Das Großprojekt „Tiefenkraft“, eine Kooperation zwischen OMV und Energie Steiermark, setzt auf die Nutzung von Tiefengeothermie. Das klingt erst mal nach einer trockenen Angelegenheit, aber wenn wir tiefer graben, wird klar, dass hier einiges brodelt!

Das Ziel ist die Gewinnung eines großen Teils der Fernwärme für Graz aus den Tiefen der Erde. Heißes Wasser, das mehrere Kilometer unter der Erdoberfläche lagert, könnte bald die Heizungen der Grazer versorgen. Seismische Untersuchungen haben bereits zwischen Februar und April stattgefunden, bei denen Spezialfahrzeuge über rund 900 Kilometer in sieben steirischen Bezirken unterwegs waren. Sie haben den Untergrund unter die Lupe genommen und die gesammelten Daten werden nun ausgewertet. Ein echter Wissenschafts-Thriller, könnte man sagen!

Auf zu neuen Tiefen!

Der nächste Schritt? Eine Erkundungsbohrung in St. Marein bei Graz. Diese soll im Herbst beginnen, allerdings nur, wenn alle nötigen Genehmigungen rechtzeitig eintreffen. Die Bohrung wird einen entscheidenden Beitrag leisten, um die heißen Wasservorkommen zu prüfen. Wenn die Annahmen tatsächlich bestätigt werden, könnte bald eine Geothermie-Anlage errichtet werden, die das heiße Tiefenwasser in einem geschlossenen Kreislauf nutzt. Die Wärme wird fürs Fernwärmenetz bereitgestellt und dann wieder zurückgeführt. Eine Art Kreislaufwirtschaft, die nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig ist!

Die geplante Transportleitung nach Graz wird etwa 20 Kilometer lang sein. Wenn alles nach Plan läuft, könnte bereits 2030 die erste Wärme aus der Tiefengeothermie in die Haushalte fließen. Langfristig peilen die Verantwortlichen an, bis zu 670 Gigawattstunden jährlich zu erzeugen. Das entspricht etwa der Hälfte des heutigen Grazer Fernwärmebedarfs – eine gewaltige Menge!

Investition in die Zukunft

Mit einem Investitionsvolumen von rund 500 Millionen Euro ist dieses Projekt kein Pappenstiel. Es zielt darauf ab, Graz unabhängiger von fossilem Erdgas zu machen. Im Vorjahr gab es jedoch einige Stolpersteine, da offene Finanzierungs- und Haftungsfragen den Fortschritt behinderten. Doch jetzt geht es mit voller Kraft voraus. OMV hält 75 % und Energie Steiermark 25 % an der gemeinsamen Entwicklungsgesellschaft – eine starke Partnerschaft für eine grüne Zukunft!

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Die Vorbereitung für die Bohrung „Petersdorf 2“ in St. Marein ist bereits im Gange und soll im vierten Quartal 2026 stattfinden. Die Bohrung und die anschließende Testphase werden etwa drei bis vier Monate in Anspruch nehmen. Bei positiven Ergebnissen könnte eine Investitionsentscheidung für eine Geothermiedublette erfolgen, die sowohl Produktions- als auch Injektionsbohrungen umfasst. Und das ist noch nicht alles: Zwei weitere Bohrungen zur Prüfung eines Aquifer Thermal Energy Storage (ATES) sind ebenfalls geplant. Das bedeutet, dass die Möglichkeiten, die uns die Erde bietet, noch lange nicht ausgeschöpft sind!

Die Energie Steiermark wird zudem für den Bau und Betrieb der 20 Kilometer langen Fernwärme-Transportleitung verantwortlich sein. Die ersten Wärmelieferungen könnten also schon in wenigen Jahren Realität werden. Ein spannendes Abenteuer für Graz und die Region – und ein Schritt in eine nachhaltige Energiezukunft!

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