Heute ist der 13.05.2026 und in Graz wird ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert. Die Pflegedrehscheibe Graz blickt mittlerweile auf stolze zehn Jahre zurück. Zehn Jahre, in denen sie als zentrale Anlaufstelle für tausende Menschen fungiert hat. Hier geht es nicht nur um Pflege im Heim oder im Krankenhaus, sondern um Unterstützung im Alltag, wenn es darauf ankommt. Eine Initiative, die 2016 als Pilotprojekt der Stadt Graz ins Leben gerufen wurde, hat sich längst zum Vorbild für die gesamte Steiermark entwickelt.
Christine Bindar, die Referatsleiterin der Pflegedrehscheibe, und Norma Rieder, Fachbereichsleiterin für Pflege, Planung und Controlling, haben zusammen mit Robert Krotzer, dem Pflegestadtrat, die Bilanz dieser letzten Jahre gezogen. „Über zehn Jahre Beratung, Unterstützung und Hilfe in schwierigen Lebenssituationen“, so Krotzer, der die Komplexität des Systems für Betroffene und Angehörige betont. Es ist nicht immer leicht, sich im Dschungel der Möglichkeiten zurechtzufinden – und genau hier leistet die Pflegedrehscheibe wertvolle Arbeit.
Wertschätzung für engagierte Mitarbeiter:innen
Bürgermeisterin Elke Kahr, ebenfalls von der KPÖ, hebt in ihren Worten die Bedeutung des Angebots hervor. „Die engagierte Arbeit der Mitarbeiter:innen wird von uns allen geschätzt“, sagt sie. Und das ist nicht nur leeres Geschwätz. Die Menschen, die in der Pflegedrehscheibe arbeiten, sind das Herzstück dieser Institution. Sie hören zu, beraten, unterstützen und stehen in schwierigen Zeiten an der Seite der Betroffenen. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den großen Unterschied machen.
Die Pflegedrehscheibe hat sich als eine Art „Lebensretter“ für viele Menschen erwiesen. Hier gibt es nicht nur Informationen, sondern auch ein offenes Ohr. Die Mitarbeiter:innen wissen, wie wichtig es ist, auch mal einfach nur da zu sein, ohne gleich eine Lösung parat zu haben. Oft braucht es nur ein bisschen Verständnis und Empathie, um Licht ins Dunkel zu bringen.
Ein Modell für die Zukunft
Was in Graz begonnen hat, könnte in Zukunft noch viel weiter strahlen. Die Erfahrungen und die positive Resonanz könnten als Modell für weitere Städte und Gemeinden in der Steiermark dienen. Wenn die Pflege im Alltag so wichtig ist, wie es die Pflegedrehscheibe zeigt, könnte es gut sein, dass wir bald mehr solcher Initiativen sehen. Ein Schritt in die richtige Richtung, um die Lebensqualität für viele Menschen zu verbessern.
Insgesamt zeigt sich, dass die Pflegedrehscheibe Graz nicht nur ein wichtiges Projekt ist, sondern auch ein Zeichen dafür, wie Pflege im Alltag gelebt werden kann. Es ist eine Einladung, die Themen Pflege und Unterstützung offen zu besprechen. Denn wenn wir eines gelernt haben, dann dass es in der Pflege nicht nur um die großen Lösungen geht. Manchmal sind es die kleinen Gesten, die einen Menschen wirklich erreichen. Und genau dafür steht die Pflegedrehscheibe.