Graz, die Stadt voller lebendiger Plätze und gemütlicher Ecken, wird in naher Zukunft ein weiteres Herzstück erhalten: den neu gestalteten Griesplatz. Vizebürgermeisterin Judith Schwentner ist ganz in ihrem Element, wenn sie betont, dass der Griesplatz das Herz von Gries ist, und freut sich darüber, dass endlich mehr Raum für Menschen geschaffen wird. Ein Entwurf für die Neugestaltung liegt bereits auf dem Tisch und sieht die Umwandlung einer großen Asphaltfläche in einen lebendigen Mittelpunkt vor. Das klingt doch nach einem Plan, der nicht nur den Raum, sondern auch das Stadtleben aufpeppen wird!
Geplant sind zahlreiche Verbesserungen: mehr Grün, das die Augen erfreut, mehr Schatten, um an heißen Sommertagen einen kühlen Kopf zu bewahren, mehr Sicherheit und vor allem mehr Platz für die Menschen statt für den Verkehr. Stadtbaudirektor Bertram Werle macht deutlich, dass der Bezirk Gries mit seinen rund 34.000 Einwohner:innen ein starkes Zentrum braucht. Schließlich ist der Griesplatz der letzte große Platz rechts der Mur, der noch auf eine umfassende Neugestaltung wartet. Und mit dem Siegerprojekt soll der Stadtraum klimafit, lebendig und zukunftsorientiert weiterentwickelt werden.
Ein Platz für Alle
Das neue Verkehrskonzept, das in Verbindung mit einer künftigen Straßenbahn angedacht ist, wird die Neugestaltung unterstützen. Stadtplanungs-Chef Bernhard Inninger hebt hervor, wie wichtig Plätze für das öffentliche Leben sind und zeigt sich beeindruckt von der Vielfalt der eingereichten Vorschläge. Rita Engl von Landschaftsplanung DnD hat bereits eine faszinierende Aufteilung des Griesplatzes in drei Bereiche mit unterschiedlichen Atmosphären skizziert. Im Norden wird eine neu platzierte Mariensäule als zentraler Treffpunkt fungieren, umgeben von Kiosken und Marktflächen – eine gute Gelegenheit, um ein wenig zu flanieren und vielleicht ein paar lokale Köstlichkeiten zu probieren.
Die mittleren und südlichen Bereiche laden mit sozialem Mobiliar und einer tim-Station zum Verweilen ein. Über 45 hochstämmige Neupflanzungen werden Schatten spenden und dazu beitragen, dass der Griesplatz zu einem echten Rückzugsort wird. Ein Leerstandskonzept wird ebenfalls vorgestellt, um die Belebung der Erdgeschoßzone zu fördern. Das Ziel ist klar: Die Potenziale eines lebendigen Grätzlzentrums auszuschöpfen und dem Platz einen dörflichen Charakter zu verleihen.
Bürgerbeteiligung als Schlüssel
Doch das ist noch nicht alles! In Griesheim, einer Nachbargemeinde, wird die Bürgerbeteiligung großgeschrieben. Das Projekt „Griesheim. Innen Drin.“ fördert aktiv die Mitgestaltung der Innenstadtentwicklung. Bis 2025 können die Bürger an Vor-Ort-Veranstaltungen und Online-Beteiligungen teilnehmen. Am 28. Oktober 2023 fand ein Innenstadt-Rundgang statt, bei dem Ideen für kurz- und mittelfristige Verbesserungen gesammelt wurden. Knapp 30 Bürger, darunter auch Gewerbetreibende, nahmen daran teil – sie alle möchten mitreden, wenn es um die Zukunft ihrer Stadt geht!
Die Ergebnisse dieser Beteiligungen sind in der Sidebar der Online-Plattform verfügbar. Ein Aktionstag mit dem Titel „Griesheim macht Mit(te)“ am 03. Juni 2023 stellte umgesetzte Maßnahmen aus einem Förderprogramm vor und bot Informationsformate für alle Altersgruppen. Die Stadtmöbel-Jury, die im Juli 2023 ihr erstes Treffen im Rathaus hatte, hat Kriterien erarbeitet, die die Bewertung neuer Stadtmöbel und deren Standorte betreffen. Das klingt nach einer lebendigen Gemeinschaft, die sich für ihre Umgebung interessiert!
Workshops im kommenden Jahr sind ebenfalls geplant, um den Bürgern eine Plattform zu bieten, ihre Ideen und Visionen für die Innenstadt zu teilen. Ein Workshop „Unsere Innenstadt von morgen – Treffpunkt für alle“ am 20. April 2024 wird die Diskussion anstoßen, während ein weiterer Workshop zu Mobilität am 25. Mai 2024 die nächsten Schritte beleuchten wird. Die Bürger sind herzlich eingeladen, ihre Meinung zu äußern – eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen sollte!
Mit der Neugestaltung des Griesplatzes und den Initiativen in Griesheim zeigt sich, wie wichtig es ist, die Bürger aktiv in die Stadtentwicklung einzubeziehen. Es ist die Mischung aus kreativen Ideen und der Bereitschaft der Menschen, sich für ihre Stadt einzusetzen, die letztendlich lebendige und attraktive Räume schafft, in denen sich alle wohlfühlen können. Und so wird der Griesplatz bald nicht nur ein Platz zum Verweilen sein, sondern ein Ort, der das Leben in Graz bereichert.