Premstätten atmet auf: Rückzug der Deponie-Pläne als Sieg der Bürgerinitiative
Heute ist der 10.06.2026 und was sich in Premstätten zugetragen hat, ist wirklich bemerkenswert. Am Mittwoch hat die Strabag, ein großes Bauunternehmen, die Nachricht über den Rückzug der geplanten Baurestmassendeponie in der kleinen Gemeinde veröffentlicht. Es ist wie ein frisch gebrühter Kaffee an einem Montagmorgen – überraschend und doch irgendwie belebend! Die Projektgegner, die sich seit Jahren gegen die Deponie wehren, feiern diesen Schritt als einen großen Erfolg. Ja, es gab eine Menge Widerstand, und man könnte sagen, die Bürgerinitiativen „DepoNie und Nimmer“ sowie „Pro Premstätten“ haben lautstark dafür gesorgt, dass die Stimmen der Anwohner Gehör fanden.
Im Oktober 2025 hatte man sich bereits in einer öffentlichen UVP-Verhandlung zusammengefunden, doch der zweite Verhandlungstag wurde abrupt abgebrochen. Das war ein klares Indiz dafür, dass die Wogen hochgingen und die Pläne nicht gut angekommen sind. Die Deponie sollte auf einem ehemaligen Lehmgrubengelände des Ziegelwerks errichtet werden – ein Ort, der über 20 Jahre Bauschutt, Betonabbruch und Bodenaushub hätte lagern sollen. Bürgermeister Matthias Pokorn stellt mit Nachdruck fest, dass die Gemeinde schon früh auf die potenziellen Belastungen und Risiken hingewiesen hat.
Ein Erfolg für die Gemeinde
Die Entscheidung, das Projekt nicht weiterzuverfolgen, wird von der Gemeinde Premstätten als Sieg gewertet. „In dieser Dimension und an diesem Standort ist das Projekt einfach nicht vereinbar mit den Interessen der Bürger“, so Pokorn. Es ist schon beeindruckend, wie viel Engagement und überparteiliche Zusammenarbeit nötig war, um diesen Rückzug zu erreichen. Viele haben sich über Jahre hinweg für diesen Punkt eingesetzt, und jetzt zeigt sich, dass sich der Einsatz gelohnt hat!
Natürlich bleibt die Frage, wie es nun weitergeht. Strabag selbst hat betont, dass die Notwendigkeit für eine Baurestmassendeponie im Großraum Graz nach wie vor besteht. Der Bevölkerungszuwachs in den nächsten 15 Jahren wird auf 5 bis über 10 Prozent geschätzt, was einen zusätzlichen Bedarf an Wohnraum für 15.000 bis 30.000 Menschen mit sich bringt. Das klingt fast wie ein Puzzlespiel, bei dem die Teile nicht so recht zusammenpassen wollen. Die Infrastruktur muss ausgebaut und saniert werden, aber wie – ohne die Umwelt zu belasten?
Zukunft des Standorts offen
Strabag plant, das Projekt gemäß den aktuellen rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen anzupassen. Es wird sogar überlegt, eine kleinere Dimensionierung der Deponie in Angriff zu nehmen. Das klingt nach einem Schritt in die richtige Richtung, nicht wahr? Ein enger Austausch mit der Gemeinde wird angestrebt, um alternative Nutzungen für das Areal zu evaluieren. Aber was könnte das konkret bedeuten? Ein Park? Vielleicht Wohnraum, der die Landschaft nicht überfrachtet? Die Zukunft bleibt offen, und das ist sowohl spannend als auch herausfordernd.
Die Gemeinde ist gewarnt und muss nun sorgfältig prüfen, welche konkreten Vorhaben in Betracht kommen. Vielleicht ist das der Anfang von etwas Neuem, das nicht nur den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht wird, sondern auch der Natur einen Platz lässt. Ein Balanceakt, der nicht einfach ist, aber mit dem richtigen Ansatz könnte es gelingen, Premstätten zu einem noch lebenswerteren Ort zu machen. Wer weiß, vielleicht wird die Geschichte dieses kleinen Ortes bald von neuen, positiven Entwicklungen geprägt sein.
