In Graz-Umgebung tut sich was! Ab 2027 wird die Abfallwirtschaft in der Region gründlich umgekrempelt. Wer sich schon mal über den Zustand der Mülltrennung geärgert hat, darf sich freuen: Einheitliche Mülltonnen und klare Entsorgungspläne kommen für fast alle Gemeinden im Bezirk. Nur fünf Gemeinden, darunter Feldkirchen bei Graz und Seiersberg-Pirka, bleiben vorerst außen vor. Aber das ist nicht alles – die Abfallsammlung wird von der Ehgartner Entsorgungs GmbH und der Saubermacher Dienstleistungs AG in gleich 31 Gemeinden übernommen. Das klingt doch nach einer soliden Lösung!
Ein spannender Aspekt ist die umweltfreundliche Ausrichtung. Rund 70% der Sammelfahrten sollen mit Elektro-Lkw durchgeführt werden, während die restlichen Fahrzeuge mit HVO-Diesel unterwegs sind. Ein Schritt in die richtige Richtung für unsere Umwelt – mit einer geplanten CO₂-Einsparung von etwa 200 Tonnen pro Jahr. AWV-Obmann Markus Windisch hebt zudem hervor, dass diese Maßnahmen nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch Kosteneinsparungen und eine Entlastung für die Gemeinden mit sich bringen. Und das ist für alle ein Gewinn!
Neue Mülltonnen und mehr
Ein echtes Highlight der neuen Regelung ist die Anschaffung von etwa 100.000 neuen Müllbehältern. Diese sind im Eigentum des AWV Graz-Umgebung und der Gemeinden, sodass die Mietverträge mit den Entsorgungsunternehmen der Vergangenheit angehören. Die neuen Behälter werden digital erfasst, codiert und geoverortet – das klingt nach einem durchdachten System. Auf den Deckeln der Tonnen prangen QR-Codes, die hilfreiche Informationen zur Mülltrennung bereithalten. Wer nicht weiß, wohin mit seinem Abfall, der wird hier eine praktische Unterstützung finden.
Die ESE GmbH hat den Zuschlag für die Produktion und Verteilung der neuen Mülltonnen erhalten, und der Austausch der alten Tonnen beginnt bereits im September 2026. Bis Ende des Jahres sollen die neuen Behälter dann im Einsatz sein. Die alten Tonnen? Die sollen entweder weiterverwendet oder aufbereitet werden – auch das macht Sinn in Zeiten von Nachhaltigkeit und Ressourcenbewusstsein.
Rauchen ohne Müll
Aber nicht nur die Mülltonnen stehen im Mittelpunkt der Neuerungen. Im Rahmen des Steirischen Frühjahrsputzes 2026 bekommen alle Gemeinden in Graz-Umgebung ein Startpaket für den „Aschenbecher to go“. Ein wiederverwendbarer Aschenbecher, der in die Hosentasche oder den Wanderrucksack passt! Das Ziel? Raucher:innen zu motivieren, ihre Zigarettenstummel ordentlich zu entsorgen. Ein kluger Schritt, denn die kleinen Dinger landen oft einfach auf der Straße, und das ist nicht nur unschön, sondern auch umweltschädlich.
Das Startpaket, das am 04.03.2026 übergeben wurde, enthält alles, was man braucht: Ein großes Glas für die Präsentation der Aschenbecher im Bürgerservice, zwischen 50 und 150 Aschenbechern je nach Einwohnerzahl und Plakate zur Bewerbung an den Ausgabestellen. Gemeinden können bei Bedarf weitere Aschenbecher to go nachbestellen. Ein bisschen mehr Verantwortung für alle, die gerne rauchen – und ein weiterer Schritt in Richtung sauberer Straßen.
Ein Blick über die Grenze
Wie wichtig eine gut organisierte Abfallwirtschaft ist, zeigt sich nicht nur in der Steiermark. Auch in Deutschland wird die Abfallbilanz genau unter die Lupe genommen. Hier werden jährlich Daten zum Kunststoffabfall veröffentlicht, die zeigen, wie viel Müll tatsächlich anfällt. Besonders die getrennte Sammlung von Kunststoffen unter „gemischte Verpackungen / Wertstoffe“ ist ein zentrales Thema. Das zeigt, wie wichtig es ist, auch in Graz-Umgebung die Mülltrennung ernst zu nehmen.
Die Veränderungen in der Abfallwirtschaft in Graz-Umgebung sind also nicht nur eine lokale Angelegenheit, sondern tragen auch zu einem größeren Ganzen bei. Wer weiß, vielleicht wird Graz-Umgebung bald zum Vorreiter für nachhaltige Abfallwirtschaft in ganz Österreich? Wir dürfen gespannt sein!