In der kleinen, aber feinen Stadt Fürstenfeld hat sich ein wahrer Lichtblick in der sozialen Landschaft etabliert. Der Besuchsdienst des Roten Kreuzes Hartberg wurde kürzlich mit dem renommierten DDr. Hans Lauda-Preis ausgezeichnet. Die Ehrung fand im Rahmen der Hauptversammlung des Österreichischen Roten Kreuzes in Wien statt. Ein Moment des stolzen Schauens, als eine Delegation des Besuchsdienstes die Trophäe und eine Urkunde für ihre besonderen Verdienste um die Rotkreuz-Arbeit entgegennahm. Diese Auszeichnung ist nicht nur ein Stück Glas, sondern ein Zeichen der Wertschätzung für all jene, die sich ehrenamtlich für die Menschen in ihrer Umgebung einsetzen.

Der DDr. Hans Lauda-Preis wird jährlich an Personen oder Dienststellen vergeben, die sich durch außergewöhnliche Leistungen im Dienst der Menschlichkeit hervorgetan haben. Die Dr. Hans Lauda-Stiftung, gegründet 1961, zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen des Österreichischen Roten Kreuzes und ist ein echter Meilenstein für den Besuchsdienst, der nun auf 25 Jahre erfolgreicher Arbeit zurückblickt. Die Freiwilligen, die in diesem Dienst tätig sind, leisten einen unverzichtbaren Beitrag, indem sie ältere, alleinstehende oder hilfsbedürftige Menschen regelmäßig besuchen und mit ihnen Gespräche führen. Diese kleinen Gesten der Zuneigung können oft große Wirkung entfalten.

Ein Blick hinter die Kulissen

Ein besonders berührendes Beispiel für den positiven Einfluss des Besuchsdienstes ist die Geschichte von Günter Molnar, einem 83-jährigen Klienten. Einmal pro Woche besucht ihn ein ehrenamtlicher Mitarbeiter. Diese Besuche sind nicht nur eine Pflicht, sondern eine willkommene Abwechslung für Günter. Sie beinhalten Gedächtnistraining, Gespräche und eine gute Portion Spaß. Günter ist künstlerisch begabt und hat sein Zuhause mit selbst gemalten Repliken berühmter Gemälde geschmückt. Das kreative Talent lässt ihn trotz seiner Demenz mental stabil bleiben – ein Verdienst auch seiner Frau Brigitte, die ihn tatkräftig unterstützt.

Der Besuchsdienst hat also nicht nur einen sozialen Zweck, sondern schafft auch eine Atmosphäre, in der Freude und Kreativität gedeihen können. Ein zusammentreffendes Spiel von Geist und Herz – das ist es, was die ehrenamtlichen Mitarbeiter mit ihren Besuchen bewirken. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens feiert der Besuchsdienst nicht nur die eigene Geschichte, sondern auch die lange Tradition des Roten Kreuzes in Hartberg, die nun schon stolze 80 Jahre alt ist.

Ein unverzichtbarer Teil der Gemeinschaft

Der Besuchsdienst ist mehr als nur eine Dienstleistung – er ist ein integraler Bestandteil des sozialen Gefüges in der Region. Die Freiwilligen bringen Licht ins Leben vieler Menschen, die oft in Einsamkeit leben. Durch regelmäßige Besuche wird nicht nur die Einsamkeit gemildert, sondern es entstehen auch Freundschaften, die über den Rahmen der Pflicht hinausgehen. Die Auszeichnung mit dem DDr. Hans Lauda-Preis zeugt von der Qualität und dem Engagement, das in dieser Arbeit steckt. Die ehrenamtlichen Helfer zeigen, dass Hilfe oft durch einfache Gesten wie Besuche und Gespräche geleistet werden kann – etwas, das in unserer hektischen Welt oft vergessen wird.

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In einer Zeit, in der soziale Isolation immer mehr zum Thema wird, spielt der Besuchsdienst eine zentrale Rolle. Er erinnert uns daran, dass Menschlichkeit und Zuwendung auch in kleinen Gesten ihren Ausdruck finden. Wenn man durch die Straßen von Fürstenfeld geht, spürt man förmlich die Wärme, die solche Initiativen in die Gemeinschaft bringen. Ein Hoch auf die Freiwilligen, die es verstehen, mit ihren Besuchen nicht nur Zeit zu schenken, sondern auch ein Stück Lebensfreude!

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