In der malerischen Hartberger Fußgängerzone hat sich vor kurzem ein kleiner kulinarischer Geheimtipp niedergelassen: der Imbiss „Baba Sam“. Betrieben von Abdulsalam Ghaloul, einem 41-jährigen Koch mit einer spannenden Geschichte, begeistert der Stand seit etwa 20 Tagen die Passanten mit einem ganz besonderen syrischen Fingerfood. Es handelt sich dabei um „Saga“, eine köstliche Wrap-Variante, die mit allerlei Leckereien wie Geschnetzeltem von Huhn, Kalb, Hirsch oder Fisch gefüllt wird. Auch vegane Genießer kommen nicht zu kurz: Falafel ist ebenfalls im Angebot!

Die Füllung wird mit frisch geschnittenem Gemüse, drei verschiedenen Saucen und optional Käse verfeinert. Das Besondere daran? Der Teig für das Fladenbrot, das die Füllung umschließt, besteht aus einer geheimen Mischung von zwölf verschiedenen Mehlen und Saaten. Das Rezept wird von Ghaloul hüten und ist so etwas wie sein persönliches Erbstück. „Ich hab das Kochen schon als Kind gelernt“, erzählt er, „meine Mutter hat mir die Liebe zu den Aromen beigebracht.“ So hat er seine Leidenschaft für die Gastronomie entwickelt und in renommierten Hotels wie dem Marriott in Dubai oder dem Hilton in Abu Dhabi gearbeitet. Zukünftig plant er, eine Kette von Imbissen in der Oststeiermark aufzubauen. Die steirische Kultur hat es ihm angetan – besonders die Wertschätzung für gutes Fleisch und Brot.

Syrisches Fladenbrot – Ein Stück Geschichte

Das Fladenbrot, das Ghaloul für seine „Saga“ verwendet, hat eine lange und faszinierende Geschichte. Es reicht bis in die Antike zurück und gilt in vielen arabischen Kulturen als Grundnahrungsmittel. Hergestellt aus Mehl, Wasser und Salz, wird es traditionell in einem Holzofen gebacken, was dem Brot einen einzigartigen Geschmack und eine besondere Textur verleiht. Interessanterweise wurde es ursprünglich zum Dippen in köstliche Dips wie Hummus oder Baba Ghanoush verwendet. Daher ist es nicht nur leicht transportierbar, sondern auch unglaublich vielseitig.

Die Beliebtheit des syrischen Fladenbrots hat sich mittlerweile weltweit verbreitet. Heute findet man es in vielen internationalen Restaurants, oft auch in modernen Interpretationen. Varianten wie Pita-Brot oder Lavash bringen unterschiedliche Texturen und Geschmäcker auf den Tisch, und gefüllte Varianten sind besonders beliebt. Ghaloul’s kreatives Flair lässt sich in diesen köstlichen Wraps durchaus wiederfinden! Die Zubereitung erfordert Geschick – das Mischen der Zutaten, das Kneten, das Ruhenlassen und Ausrollen sind alles wichtige Schritte, die im Endeffekt den Unterschied machen. Ein gutes Fladenbrot ist mehr als nur ein Beilage; es ist ein Symbol von Gastfreundschaft und Gemeinschaft, besonders in der syrischen Kultur.

Die Vielfalt der syrischen Küche

Die syrische Küche selbst ist eine wahre Schatztruhe an Aromen und Zutaten. Weizen, Kichererbsen, Oliven, Tomaten und viele weitere frische Produkte stehen im Mittelpunkt. Gewürze wie Koriander, Kardamom und Zimt verleihen den Gerichten das gewisse Etwas. Das verwendete Fleisch? Vor allem Lamm und Geflügel, während Schweinefleisch tabu ist. In Küstenregionen wird auch gerne Fisch auf den Tisch gebracht. Frische Zutaten sind ein Muss – auf Märkten wird alles von Obst und Gemüse bis zu Fleisch und Brot täglich frisch angeboten.

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In der traditionellen syrischen Küche spielt das Teilen von Fladenbrot eine große Rolle. Es fördert das Gemeinschaftsgefühl und ist ein Zeichen der Gastfreundschaft. Ein einfaches Stück Fladenbrot kann mehr bedeuten als nur eine Beilage – es symbolisiert das Miteinander, die Kultur und die Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Ghaloul bringt mit seinem „Baba Sam“ nicht nur ein Stück syrische Identität nach Fürstenfeld, sondern sorgt auch dafür, dass die Esskultur lebendig bleibt. Wer also mal etwas anderes probieren möchte, sollte unbedingt in der Hartberger Fußgängerzone vorbeischauen!

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