Kräutertage 2026: Ein Fest der Sinne und des Wissens in Wies
Am 15. Juni 2026 war es wieder so weit: Die Kräutertage in der Fachschule Burgstall in Wies lockten rund 300 Jugendliche aus dem Bezirk Deutschlandsberg. Der Schlossgarten, umgeben von historischen Schulgebäuden, bot eine malerische Kulisse für ein Event, das den jungen Leuten die Welt der Pflanzen näherbrachte. Mittelschulen aus Deutschlandsberg, Groß St. Florian, Gleinstätten, Wies und sogar die Musik-Mittelschule Eibiswald waren mit von der Partie. Mit Zug, Bus und zu Fuß kamen die Schüler angereist, bereit, in die geheimnisvolle Welt der Heil- und Gewürzkräuter einzutauchen.
Die Veranstaltung war nicht nur eine lehrreiche Exkursion, sondern auch ein echtes Gemeinschaftsprojekt. Unterstützt wurde die Initiative von mehreren Apotheken und einer Versuchsstation für Spezialkulturen – ein echter Genuss für die Sinne! In verschiedenen Workshops erfuhren die Teilnehmer alles über Heilpflanzen und deren Verwendung in der Küche und Medizin. Ein Highlight war sicherlich die Möglichkeit, Tee zu mischen und zu verkosten. Hier kamen 17 Kilo Tee aus der Christophorus Apotheke zum Einsatz. Zutaten wie Lindenblüte, Hagebutte und Zitronenmelisse sorgten für ein geschmackliches Erlebnis, das die Schüler nicht so schnell vergessen werden.
Ein Fest für die Sinne
Besonders spannend war die Station zur Sinneswahrnehmung, wo die Jugendlichen Düfte erraten und die verschiedenen Teesorten schmecken durften. Man konnte förmlich spüren, wie die Neugierde in der Luft lag – jeder wollte herausfinden, welcher Tee der beste war! Die Schüler der Fachschule Burgstall übernahmen die Rolle der Guides und betreuten die Gäste mit viel Engagement. Die Begeisterung war ansteckend und die Schüler schienen selbst viel Freude an der Vermittlung des Wissens zu haben.
Heilkräuter-Coach Ernst Frühmann beeindruckte die Anwesenden mit seinen Erklärungen zu Pflanzen wie Efeu, Schwarzen Holunder und Brombeere. Es war faszinierend zu sehen, wie einfach und doch effektiv diese Naturprodukte sein können. Am Ende erhielten die Teilnehmer nicht nur ein Erlebnisheft, sondern auch eine Pflanze zum Mitnehmen, die von der Versuchsstation bereitgestellt wurde. Besonders nachhaltig: Die Pflanzen wurden in Töpfchen aus altem Zeitungspapier gesetzt, mit Wolle als Dünger und Wasserspeicher – ein kleiner Schritt für die Umwelt, aber ein großer für die Schüler!
Ein Blick in die Zukunft
Die Kräutertage sind eine wunderbare Gelegenheit, das Wissen über die Natur und deren Schätze weiterzugeben. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen den Bezug zur Natur verlieren, sind solche Veranstaltungen unbezahlbar. Die Jugendlichen lernen nicht nur etwas über Pflanzen, sondern auch über ihre Anwendung in der täglichen Ernährung und Gesundheit. Es ist wichtig, dass diesen Themen Raum gegeben wird, denn sie prägen die Zukunft. Vielleicht werden aus diesen interessierten Jugendlichen eines Tages die nächsten Experten auf dem Gebiet der Heilpflanzen oder Köche, die mit frischen Kräutern zaubern.
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