Am 9. Steirischen Vorlesetag, der heuer in Stainz stattfand, wurde die Magie des Lesens auf eine ganz neue Ebene gehoben. Organisiert von der engagierten Bibliotheksleiterin Bianca Angerer, verwandelte sich der Bründlwald in eine lebendige Kulisse für die Lesewanderung. Rund hundert Bibliotheken in der Steiermark waren Teil dieser wunderbaren Initiative, und die Atmosphäre war, um es vorsichtig auszudrücken, einfach bezaubernd. Die Bibliothek Stainz, der Hauptplatz und der Flascherlzug waren bereits bekannte Anlaufstellen, aber dieses Jahr wurde der Bründlwald als neue Location ins Leben gerufen. Das war schon mal ein echter Leckerbissen für alle, die sich für Geschichten begeistern können!

Die Teilnehmer wurden von Bianca Angerer herzlich begrüßt und erlebten ein buntes Vorleseteam, zu dem unter anderem Andrea Ruppert-Flanyek, Vizebürgermeister Christoph Oswald und Oberförster Helmut Fladenhofer gehörten. Es ging um Kinder- und Jugendbücher, die das Thema Wald aufgreifen. Bücher wie „Hörst du, wie die Bäume sprechen?“, „Was ist Wald?“ und „Wald der Wunder“ wurden vorgestellt. Solche Geschichten sind nicht nur unterhaltsam, sondern schenken auch ein Stückchen Wissen über unsere Natur. An einer Station vor dem Tennisplatz erweckte Andrea Ruppert-Flanyek die Geschichte eines kleinen Fuchses zum Leben, der Glück für seine kranke Mama suchte. Wie süß ist das bitte?

Ein aufregendes Abenteuer im Wald

Aber das war noch lange nicht alles! Eine weitere Geschichte handelte von Eichhörnchen Karl, das auf der Suche nach einem neuen Zuhause war. Da wird einem ja ganz warm ums Herz! Helmut Fladenhofer nahm die Kinder mit in die Welt der Bäume und erklärte anschaulich, dass aus Eicheln riesige Bäume wachsen können. Sein Hinweis, dass man immer auf dem Weg bleiben und nicht das „Wohn- und Schlafzimmer der Waldtiere“ betreten sollte, kam bei den kleinen Zuhörern super an. Das richtige Verhalten im Wald ist wichtig, und die Kinder waren ganz Ohr. Als dann die Preisfrage nach dem stärksten und gefährlichsten Tier des Waldes gestellt wurde, war die Antwort der Kids auf den Punkt: Zecke und Ameise. Clever, clever!

Und wie könnte es anders sein, auch der „Grüffelo“ fand Erwähnung, als eines der gefährlichen Tiere. Ein Schaudern ging durch die Reihen – jedenfalls bei den kleineren Zuhörern. Aber das macht das Vorlesen ja auch so spannend: Es kann einen in eine ganz andere Welt entführen!

Vorlesen als nationale Initiative

Diese Veranstaltung ist Teil des Österreichischen Vorlesetages, einer jährlich stattfindenden Initiative, die sich dem Vorlesen und Lesen widmet. Es ist einfach wunderbar, wie hier Menschen aller Altersgruppen, insbesondere Kinder und Jugendliche, zusammenkommen, um die Freude am Lesen zu feiern. Der Aktionstag findet in der zweiten Märzhälfte statt und Bildungseinrichtungen sind eingeladen, ihre eigenen Vorlese-Events zu organisieren. Vorlesen kann überall stattfinden – sei es in der Familie, in Schulen oder sogar am Arbeitsplatz. So wird die Kultur des Lesens lebendig gehalten.

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Rückblickend auf vergangene Vorlesetage sieht man, wie sich die Begeisterung über die Jahre hinweg gesteigert hat. Im Jahr 2026 fanden über 11.000 Veranstaltungen statt, was zeigt, dass Vorlesen ein fester Bestandteil unserer Kultur geworden ist. Es ist die Art und Weise, wie Geschichten weitergegeben werden, die eine Gemeinschaft formt. Wenn ältere Generationen den Jüngeren vorlesen, wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch eine besondere Verbindung geschaffen.

In Stainz wurde das alles lebendig – und das wird auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vorlesen ist nicht nur eine Aktivität, es ist ein Erlebnis, das Freude, Wissen und Gemeinschaft vereint. Und in einer Welt, die oft so hektisch ist, ist das vielleicht das Wichtigste von allem.

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