In unserer schönen Steiermark, genauer gesagt in Deutschlandsberg, brodelt es gewaltig. Bei einem Fest der Ideen haben kreative Köpfe, insbesondere Jugendliche, ihre Geschäftsideen präsentiert. Doch während diese frischen Ideen sprudeln, kämpft die heimische Wirtschaft mit einem ganz anderen Problem: der Bürokratie. Ein Thema, das nicht nur kompliziert klingt, sondern auch massive finanzielle Löcher in die Kassen der Unternehmen reißt.

Die Zahlen sind alarmierend: Bürokratie verursacht Österreichs Unternehmen jährliche Kosten von sage und schreibe 21,1 Milliarden Euro. Das sind 669 Euro pro Sekunde! Wenn man sich überlegt, dass besonders kleine Betriebe darunter leiden, wird klar, wie sehr diese überregulierten Strukturen das wirtschaftliche Wachstum bremsen. Insgesamt müssen Unternehmen in Österreich mehr als 320 Millionen Arbeitsstunden pro Jahr für bürokratische Aufgaben aufwenden – das entspricht etwa 200.000 Arbeitskräften, die einfach mal für Papierkram abgezogen werden. Hier fragt man sich unweigerlich: Wo bleibt die Zeit für Innovationen und kreative Projekte?

Bürokratie: Ein schwerer Stein im Schuh

Und es wird nicht besser. In den letzten fünf Jahren berichten ganze 86 % der Unternehmen von einem steigenden bürokratischen Aufwand. Besonders kleine und mittlere Unternehmen, die das Rückgrat der heimischen Wirtschaft bilden, merken diesen Druck besonders stark. Sie verbringen im Durchschnitt 19,3 Stunden pro Woche mit Verwaltungstätigkeiten. Das sind fast zweieinhalb Arbeitstage, die nicht in die eigentliche Geschäftstätigkeit fließen. Wenn man das so betrachtet, ist es kein Wunder, dass viele Unternehmer frustriert sind.

Ein Beispiel aus der Kosmetikbranche verdeutlicht, wie tief die Bürokratie verwurzelt ist. Die Anzahl allergener Stoffe, die auf Etiketten angegeben werden müssen, hat sich von 36 auf 80 erhöht. Da fragt man sich, ob das wirklich notwendig ist oder ob hier nicht einfach nur weitere Vorschriften von der EU kommen, die dann in Österreich noch einmal verschärft werden – das sogenannte „Goldplating“. Dabei wäre es doch viel schlauer, praxistauglichere Vorschriften zu fordern und digitale Lösungen zu implementieren. Das „Once Only“-Prinzip, bei dem Informationen nur einmal erfasst werden müssen, könnte hier ein echter Gamechanger sein.

Ein Blick in die Zukunft?

Was sagen die Unternehmen dazu? Laut einer Umfrage geben 71 % an, dass Überregulierungen langfristige Investitionen behindern. Und während die EU plant, Bürokratiekosten um 25 % zu senken, bleibt der Druck auf die heimischen Betriebe bestehen. Internationale Handelspartner kritisieren die strengen Regulierungen, während andere Länder wie China und die USA bürokratische Auflagen geschickt umgehen. Ein ungleicher Wettbewerb, der nicht nur den kleinen Unternehmen das Leben schwer macht.

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Es bleibt zu hoffen, dass die Stimmen aus der Wirtschaft Gehör finden und wir bald in einer Welt leben können, in der kreative Ideen nicht unter dem Gewicht unnötiger Vorschriften begraben werden. Den jungen Unternehmern, die beim Fest der Ideen so voller Enthusiasmus ihre Visionen präsentiert haben, sollte die Möglichkeit gegeben werden, ihre Träume ohne die ständigen Fesseln der Bürokratie zu verwirklichen. Denn am Ende sind es genau diese Ideen, die Österreichs Wirtschaft voranbringen können.