In Deutschlandsberg, wo die Feuerwehrtradition tief verwurzelt ist, gab es in den letzten Wochen einen echten Aufbruch. Im April und Mai fand die Grundausbildung für neue Kameradinnen und Kameraden im Feuerwehr-Abschnitt 1 statt. Insgesamt 20 motivierte Feuerwehranwärter aus den Abschnitten 1, 4 und 5 sowie Teilnehmer aus den Abschnitten 3 und 6 machten sich auf den Weg, um ihre Fähigkeiten zu erweitern und sich auf die Herausforderungen des Feuerwehrdienstes vorzubereiten.
Die Ausbildung war nicht nur ein theoretisches Geschwafel – nein, sie beinhaltete auch praktische Prüfungen, die alles abverlangten. Unter der Anleitung kompetenter Ausbilderinnen und Ausbilder lernten die Teilnehmer, wie man Zubring- und Angriffsleitungen herstellt, Entstehungsbrände bekämpft und Einsatzstellen im Straßenverkehr absichert. Ein wichtiger Punkt, der oft übersehen wird: Die Maßnahmen zur Menschenrettung nach Unfällen erfodern nicht nur einen kühlen Kopf, sondern auch präzise Teamarbeit. Hierbei lag ein besonderer Fokus auf sicherem und strukturiertem Arbeiten im Team. Jeder Handgriff musste sitzen, denn im Ernstfall zählt jede Sekunde.
Ein starkes Team für die Zukunft
Die abschließende Prüfung war dann der große Moment – alle Inhalte mussten sitzen! Und die Organisation und Koordination der Ausbildung, samt der Prüfungsabnahme, wurde von Mario Grill geleitet. Ein großes Dankeschön geht auch an OBI Karl-Heinz Hörgl und OBI Martin Klug, die tatkräftig bei der Durchführung der Grundausbildung 1 und 2 unterstützten. Es ist wirklich ermutigend zu sehen, wie viele Menschen bereit sind, sich für die Sicherheit ihrer Mitmenschen zu engagieren.
Aber das ist noch nicht alles! Der Feuerwehrnachwuchs in Österreich wird auch durch die neu gegründete Österreichische Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie (ÖFKAD) unterstützt, die 2024 ins Leben gerufen wurde. Am 24. Januar, dem Internationalen Tag der Bildung, fiel der Startschuss für diese Initiative. Das Ziel? Rund 1.500 Feuerwehrmitglieder sollen im Jahr 2025 ausgebildet werden. Die Akademie wird eine Vielzahl an Lehrveranstaltungen an rund 70 Terminen in ganz Österreich anbieten, und das alles dezentral, um den Bedürfnissen der verschiedenen Regionen gerecht zu werden.
Ein Blick in die Zukunft
Die ÖFKAD wird sich auf sieben Sparten konzentrieren, darunter Führung, Einsatz und Katastrophenmanagement sowie die Feuerwehrjugend. Klaus Tschabuschnig, Referatsleiter im Bundesfeuerwehrverband, hebt die Notwendigkeit hervor, die Kompetenzen der Feuerwehrführungskräfte zu erweitern. Über 80 Teilnehmer aus allen Bundesländern haben gemeinsam an der Entwicklung der ÖFKAD gearbeitet. Das zeigt: Die Feuerwehren in Österreich sind nicht nur für den Einsatz im Ernstfall bereit, sondern auch für die Herausforderungen, die die Zukunft bringen wird. Gemeinsam geht’s voran – und das ist einfach nur beeindruckend!
Die Leidenschaft und das Engagement der neuen Kameradinnen und Kameraden, kombiniert mit den bundesweiten Ausbildungsinitiativen, machen deutlich, dass die Feuerwehren in Österreich gut aufgestellt sind. Der Schutz der Bevölkerung hat höchste Priorität, und es ist schön zu sehen, wie viele Menschen bereit sind, dafür zu kämpfen.