In Deutschlandsberg tut sich was im Schiedsrichterwesen! Gerald Bauernfeind aus Stainz ist nun der neue steirische Referent für den Schiedsrichternachwuchs, und das nach dem Rücktritt von Gerhard Gressl. Ein spannender Moment für alle, die im Fußball mit einem whistle-blower in Berührung kommen. Bauernfeind hat sich zum Ziel gesetzt, den Nachwuchs zu fördern und einen soliden Grundstein für die Schiedsrichter von morgen zu legen. Da wird einem ja ganz warm ums Herz!

Schiedsrichter sind die stillen Helden am Platz – ohne sie könnte kein Spiel stattfinden. In der Steiermark gibt es wöchentlich rund 600 Spiele, die auf die Unterstützung von Unparteiischen angewiesen sind. Das ist kein Pappenstiel! Wolfgang Eckhart, der Schiedsrichterobmann, berichtete, dass 80% der Spiele besetzt werden können, aber es bleibt ein dicker Brocken: 20% der Partien betreffen den Nachwuchsbereich. Hier wird der Schuh gedrückt, und genau da will Bauernfeind ansetzen.

Der Weg zum Jungschiedsrichter

Die Anmeldung zur Schiedsrichterausbildung läuft ganz unkompliziert über die Homepage „schiedsrichter@stfv.at“. Ein ganz einfacher Prozess! Die Ausbildung erfolgt regional, sodass lange Anfahrten vermieden werden können. Ein Regeltest, gefolgt von einem Ausbildungskurs und der Leitung erster Nachwuchsspiele – so sieht der Weg aus, den die angehenden Schiedsrichter beschreiten. Es ist alles gut durchdacht, und es gibt viel Unterstützung auf dem Weg.

Ein besonderes Event steht auch schon vor der Tür: Am 5. Juli findet ein Benefizfrühschoppen der Schiedsrichter des Gebietes Süd auf dem Kurt-Bauer-Platz in Groß St. Florian statt. Ab 10 Uhr wird die Musikgruppe „Die Schilcherland Buam“ für Stimmung sorgen, während über 100 Warenpreise, darunter VIP-Tickets und ein Motorroller von Honda, verlost werden. Das klingt nach einer Menge Spaß und einer tollen Gelegenheit, das Schiedsrichterwesen etwas näher kennenzulernen!

Gerald Bauernfeind – Ein Rückkehrer mit Erfahrung

Gerald Bauernfeind ist nicht nur ein frischer Wind in der Schiedsrichterausbildung, sondern auch ein erfahrener Mann. Er bringt 19 Jahre Erfahrung als Eliteassistent in der österreichischen Bundesliga mit und ist zudem der profilierteste FIFA-Futsal-Referee der Kategorie 1 in Österreich. Sein Rücktritt aus der Bundesliga wurde zwar mit Bedauern zur Kenntnis genommen, doch seine Entscheidung, als Regionalligareferee aktiv zu bleiben, wird von vielen geschätzt. Er kehrt damit zu seinen Wurzeln zurück und bringt frischen Elan in die Nachwuchsarbeit.

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Die UEFA-Convention hat es schon lange erkannt: Die Förderung und Forderung junger Schiedsrichter ist von entscheidender Bedeutung. Ein hoher Leistungsstandard erfordert eine frühzeitige Ausbildung und Unterstützung. Und genau das will Bauernfeind umsetzen. Es geht darum, eine große Anzahl junger Schiedsrichter auszubilden, die die Qualität auf dem Platz sichern. Schließlich haben Fußballmannschaften aller Alters- und Spielklassen das Recht auf leistungsstarke Schiedsrichter.

Talentförderung im Fokus

Die Ausbildung ist klar strukturiert: Anwärterlehrgänge, Schiedsrichter-Prüfungen und zielgruppenorientierte Lehrabende stehen auf dem Plan. Es wird darauf geachtet, dass keine „Notmeldungen“ bei der Auswahl der Teilnehmer vorkommen. Die besten 4-6 Teilnehmer der Lehrgänge werden am Jahresende zu einem Talentförderlehrgang eingeladen. So wird ganz gezielt an den Fähigkeiten der jungen Talente gearbeitet, und sie werden während des Spieljahres in ihren Klassen begleitet.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Schiedsrichter-Ausschüssen und Verbandsfunktionären ist dabei unerlässlich. So werden die Schiedsrichter nicht nur ausgebildet, sondern auch kontinuierlich begleitet. Ein tolles Konzept, das Raum für persönliche Entwicklung und Austausch bietet. Es ist spannend zu sehen, wie sich das Schiedsrichterwesen in der Steiermark entwickelt und welche Talente vielleicht schon bald auf dem großen Fußballplatz stehen. Ein Hoch auf die Schiedsrichter von morgen!