In Bruck-Mürzzuschlag, wo die steirische Gemütlichkeit auf innovative Geschäftsideen trifft, fand am 4. Mai das nächste Netzwerktreffen von „Frau in der Wirtschaft“ statt. Unter der Leitung von Conny Izzo, die als Vorsitzende für Bruck/Mürzzuschlag fungiert, strömten selbstständige Frauen aus den unterschiedlichsten Branchen ins Restaurant „Da Maurizio“. Hier ging es nicht nur um ein nettes Beisammensein, sondern um echten Austausch, Vernetzung und die Stärkung der Rolle von Frauen in der Wirtschaft.
Die Atmosphäre war lebhaft, voller Energie und einer Prise steirischer Herzlichkeit. Unternehmerinnen aus Bereichen wie Unternehmensberatung, Übersetzung, Gastronomie und sogar Rezeptbuchautoren präsentierten stolz ihre Projekte. Eine besondere Erwähnung verdient Denise Wolf, die mit ihrem Label „Fräulein Hübsch“ von ihrer aufregenden Reise in die Selbstständigkeit erzählte und den Bau ihrer neuen Beauty-Lounge in Oberaich ankündigte. Auf 150 m² wird dort Platz für vielfältige Dienstleistungen geschaffen – ein echtes Highlight für die Region!
Unterstützung und Vernetzung
Die Unterstützung für Gründerinnen kam nicht zu kurz. Martina Romen-Kierner von der WKO-Außenstelle Bruck/Mürzzuschlag bot wertvolle Informationen zu Unternehmensgründungen und Förderansuchen an. Elke Neubauer-Wolf, bekannt von Juwelier Neubauer, sprach über die Bedeutung der WKO für Unternehmerinnen und deren wichtige Rolle in der Steiermark. Conny Izzo hob in ihrer Ansprache die Wichtigkeit solcher Treffen hervor und kündigte an, dass das Team von „Frau in der Wirtschaft“ Zuwachs bekommt: Julia Breitfuss wird das Netzwerk künftig verstärken.
Das Engagement der Frauen in der Selbstständigkeit ist entscheidend. In Österreich unterstützen über 150.000 Unternehmerinnen die Initiative „Frau in der Wirtschaft“, die selbstständige Frauen nicht nur in Bruck, sondern landesweit repräsentiert. Das zeigt, wie wichtig Vernetzung und gegenseitige Unterstützung sind. Schließlich gibt es in Deutschland rund 3,8 Millionen kleine und mittlere Unternehmen, von denen nur 16 Prozent von Frauen geleitet werden. Ein viel zu geringer Anteil, wenn man bedenkt, dass der Anteil der Unternehmensgründungen durch Frauen in den letzten Jahren zwar gestiegen ist, aber immer noch hinter dem Potenzial zurückbleibt.
Hürden für Gründerinnen
Ehrlich gesagt, der Weg zur Selbstständigkeit kann steinig sein. Traditionelle Rollenbilder und ein Mangel an Vorbildern, die Frauen in der Selbstständigkeit unterstützen, sind nur einige der Hürden, die es zu überwinden gilt. In Deutschland werden weibliche Gründerteams im Durchschnitt mit 1,1 Millionen Euro unterstützt, während ihre männlichen Kollegen 9,7 Millionen Euro erhalten. Das ist ein gewaltiger Unterschied, der uns allen zu denken geben sollte.
Gleichzeitig gibt es Initiativen wie „FRAUEN unternehmen“, die Frauen dazu ermutigen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Mit über 250 Vorbild-Unternehmerinnen, die ihre Erfahrungen teilen, wird versucht, Mädchen und junge Frauen für das Berufsbild „Unternehmerin“ zu begeistern. Solche Programme sind essentiell, um die Sichtbarkeit und Anerkennung von Frauen in der Wirtschaft zu erhöhen.
Die Zukunft gestalten
Die Bundesregierung hat mit dem Aktionsplan „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“ Maßnahmen ins Leben gerufen, um die Rahmenbedingungen für Frauen zu optimieren. Dazu gehören die Ausweitung des Finanzierungsangebots, Informationsveranstaltungen und der Ausbau von Betreuungsangeboten, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Diese Schritte sind dringend nötig, denn nur so können wir die Vielfalt und das Potenzial der weiblichen Unternehmerinnen wirklich entfalten.
Wir sind gespannt, wie es weitergeht! Veranstaltungen wie die von „Frau in der Wirtschaft“ sind ein Schritt in die richtige Richtung, um Frauen zu empowern und ihnen die Bühne zu geben, die sie verdienen. Ein Hoch auf die Unternehmerinnen in unserer Region und darüber hinaus!