Bergabenteuer mit Folgen: Jäger verunglücken schwer in den Höhen von St. Michael
In den österreichischen Bergen, wo die Natur oft rau und unberechenbar ist, ereignete sich am Dienstagvormittag in St. Michael im Lungau ein schwerer Unfall. Zwei Jäger, ein 74-Jähriger und ein 79-Jähriger, verunglückten mit ihrem Quad auf der Schieferhütte, die auf stolzen 1.985 Metern thront. Es ist eine Gegend, die für ihre Schönheit bekannt ist, aber auch für ihre Gefahren – und das wurde an diesem Tag schmerzlich deutlich.
Das Unglück nahm seinen Lauf, als das Quad beim Bergauffahren auf einem schmalen Weg plötzlich rückwärts rollte. Was genau der Grund für das Rückwärtsrollen war, ist noch unklar. In einem unglücklichen Moment versuchten die beiden Jäger die Handbremse zu betätigen, doch das Fahrzeug kippte nach hinten und überrollte die Männer. Der 74-Jährige blieb an der Unfallstelle liegen, während sein älterer Begleiter, schwer verletzt, sich trotzdem aufraffte und zu seinem Fahrzeug kroch. Mit einer bewundernswerten Entschlossenheit fuhr der 79-Jährige zur etwa einen Kilometer entfernten Hütte, um einen Notruf abzusetzen. Doch der kam erst gegen 16.30 Uhr – mehr als sechs Stunden nach dem Unfall. Das Mobiltelefon der beiden Jäger lag unglücklicherweise bei der Hütte.
Schwer verletzt und auf Hilfe angewiesen
Als die Rettungskräfte schließlich eintrafen, wurden die beiden Männer nach einer Erstversorgung mit den Notarzthubschraubern Martin 1 und Christophorus 14 ins Krankenhaus nach Schwarzach geflogen. Solche Bergunfälle sind zwar nicht alltäglich, aber sie kommen vor. Die Bergrettung Zederhaus war mit zehn Kräften im Einsatz, um die Freiwillige Feuerwehr bei der Bergung des Quad zu unterstützen. Die Sorgen um die beiden Jäger waren greifbar – die Bergwelt ist schön, aber sie hat ihre eigenen Gesetze.
Diese Art von Notfällen, die in den Bergen vorkommen, werden als „Bergnotfälle“ bezeichnet. Darunter fallen nicht nur ernsthafte Unfälle, sondern auch Vorkommnisse, bei denen Berggänger Hilfe benötigen, sei es wegen Erschöpfung oder anderen Missgeschicken. Die Statistik des SAC (Schweizer Alpen-Club) zeigt, dass Bergunfälle vor allem den klassischen Bergsport betreffen, zu dem auch die Jagd gehört. Es ist ein Bereich, der oft unterschätzt wird. Oft wird der Gefahrenfaktor in der Natur nicht ausreichend wahrgenommen, und die alpine Umgebung kann schnell herausfordernd werden.
Ein Blick auf die Bergunfallstatistik
Die Statistik umfasst eine Vielzahl von Aktivitäten: Wandern, Bergsteigen, Skitouren – alles Aktivitäten, die in den Bergen für Freude sorgen, aber auch Risiken bergen. Komischerweise werden Notfälle in Schneesportabfahrten oder Bikeparks nicht erfasst, was bedeutet, dass die tatsächlichen Zahlen höher sein könnten, als sie erscheinen. Die Jäger in St. Michael sind nur zwei von vielen, die in der Natur auf Hilfe angewiesen waren. Es ist ein eindringlicher Reminder, dass Sicherheit immer an erster Stelle stehen sollte, wenn man sich in diese majestätischen, aber auch gefährlichen Landschaften begibt.
In den Bergen ist die Freiheit oft greifbar, aber die Natur kennt keine Gnade. Jeder Schritt in diese Höhen sollte mit Respekt und Vorsicht gegangen werden, denn das Abenteuer kann schnell in eine Herausforderung umschlagen.
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