Es gibt Neuigkeiten aus den tiefen Stollen des Tauerntunnels! Die ÖBB-Infrastruktur AG hat angekündigt, dass die Vorbereitungen für die zweite Bauetappe der Sanierung des Tauerntunnels bald beginnen. Ja, richtig gehört: ab dem 8. Februar bis zum 9. Juli 2027 wird es eine vollständige Sperrung des Tauerntunnels geben. Aber keine Sorge, die vorab geplanten Maßnahmen starten bereits im Herbst 2026, und das ganz ohne Einschränkungen für die Fahrgäste.

Der Grund für diese umfangreichen Arbeiten ist klar: Die Modernisierung zielt darauf ab, eine leistungsfähige, sichere und zukunftsfähige Tauernachse zu schaffen. Schließlich handelt es sich hier um eine wichtige Nord-Süd-Verbindung im österreichischen Bahnnetz. Für die Zeit der Sperre hat die ÖBB auch an Ersatzangebote gedacht. So wird es stündliche Direktbusse zwischen Bischofshofen und Spittal-Millstättersee geben. Auch der Schienenersatzverkehr zwischen Schwarzach-St. Veit und Bad Gastein ist stündlich geplant. Fernverkehrszüge auf der Strecke Mallnitz-Obervellach – Spittal-Millstättersee fahren sogar im Zweistundentakt. Und das ist noch nicht alles!

Umfangreiche Bauarbeiten

Die Bauarbeiten im Tauerntunnel und entlang der Tauernstrecke sind umfangreich. Geplant sind die Sanierung des Tunnelgewölbes im Südabschnitt, die Erneuerung der bahntechnischen Tunnelausrüstung, sowie die Sanierung der Viadukte Weitmoser und Hundsdorfer. Auch die Oberleitungsanlage im Klammtunnel und technische Anlagen im Kaponigtunnel bekommen ein Update. Gleisanlagen in Böckstein, Mallnitz-Obervellach, Paternion-Feistritz und Weissenstein-Kellerberg erfahren ebenfalls eine Erneuerung. Und nicht zu vergessen: Die Modernisierung des Bahnhofs Rothenthurn! Das alles soll für eine bessere Bahnverbindung sorgen und die Attraktivität des Schienenverkehrs steigern.

Besonders spannend wird die umfassende Modernisierung der Autoschleuse Tauernbahn. Ab dem 10. Juli 2027 steht die Autoschleuse wieder zur Verfügung. Hier wird die Infrastruktur im Zufahrtsbereich erneuert, der Ticketkauf digitalisiert und die Barrierefreiheit am Bahnhof Mallnitz-Obervellach verbessert. Auch die Einführung von Kennzeichenerkennung für Zeitkartenkund:innen verspricht einen reibungsloseren Ablauf.

Abstimmung und Planung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Abstimmung mit der Deutschen Bahn und der ASFINAG. Die Bauarbeiten der Deutschen Bahn zwischen Rosenheim und Freilassing fallen zeitlich mit der Tauernsperre 2027 zusammen. Die geplanten Autobahnbaustellen der ASFINAG werden ebenfalls in die Planung einbezogen. Die Sanierung der Straßen-Katschberg- und Tauerntunnel beginnt jedoch erst im Herbst 2027. Hier wird also mit einem großen Paukenschlag aufgeräumt!

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Mit den umfangreichen Modernisierungen, die da auf uns zukommen, wird sich die Tauernachse in eine zukunftsfähige und leistungsstarke Verbindung verwandeln. Und während wir uns auf diese Veränderungen vorbereiten, bleibt die ÖBB nicht untätig, sondern bedankt sich bei den Fahrgästen und Anrainer:innen für ihr Verständnis.

Ein Blick über den Tellerrand

Doch nicht nur im Tauerntunnel wird gegraben und modernisiert. Auch der Bosrucktunnel steht auf der Agenda der ÖBB. Dieser wird als Teil der Modernisierung der Pyhrnstrecke Linz – Selzthal neu gebaut. Die Pyhrnstrecke ist nicht nur eine wichtige Nord-Süd-Verbindung im europäischen Bahnnetz, sondern verbindet auch Oberösterreich und Steiermark mit wichtigen Märkten in Deutschland, Italien und sogar Hochseehäfen. Der Neubau des Bosrucktunnels wird notwendig, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Obendrein sollen kürzere Fahrzeiten, eine Kapazitätssteigerung und eine flachere Bahnstrecke den Güterverkehr effizienter gestalten.

Die Vorbereitungen für den Neubau laufen bereits. Ab 2026 wird es einen planungsbegleitenden Dialog geben, in den auch Anrainer, Politik und Wirtschaft einbezogen werden. Die Informationsphase für die Bevölkerung beginnt ebenfalls Anfang 2026. Das sind alles wichtige Schritte, um die Weichen für eine moderne und zukunftsgerichtete Verkehrsinfrastruktur zu stellen.