Bad Gastein steht in den kommenden Jahren vor bedeutenden Veränderungen im Bahnverkehr. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben ihre Pläne zur Sanierung des Bahn-Tauerntunnels zwischen Böckstein und Mallnitz bekannt gegeben. Diese zweite Etappe der Sanierung wird von 8. Februar bis 9. Juli 2027 eine vollständige Sperrung des Tunnels zur Folge haben. Vorarbeiten beginnen bereits im Herbst 2026, allerdings ohne Einschränkungen für den Verkehr.

Um die Auswirkungen der Sanierungsarbeiten zu mildern, wird ein umfassender Schienenersatzverkehr für den Personenverkehr eingerichtet. Stündliche Direktbusse werden zwischen Bischofshofen und Spittal am Millstätter See verkehren, während der Nachtzugverkehr umgeleitet wird. Auch für die Strecke zwischen Schwarzach und Bad Gastein wird ein stündlicher Schienenersatzverkehr angeboten. Fernverkehrszüge auf der Kärntner Seite werden hingegen im Zweistundentakt zwischen Mallnitz und Spittal fahren.

Maßnahmen und Modernisierungen

Die geplante Sanierung umfasst den zwei Kilometer langen Südabschnitt des Tunnels sowie die Erneuerung der Tunnelausrüstung. Zudem werden die Viadukte Weitmoser und Hundsdorfer saniert, und die Oberleitungsanlage im Klammtunnel wird ebenfalls erneuert. Gleisanlagen werden modernisiert, und die Autoschleuse wird ab 10. Juli 2027 wieder in Betrieb genommen. Dabei wird die Abfertigung auf Selbstabfertigung umgestellt, und die Technik wird erneuert. Auch Maßnahmen zur Barrierefreiheit sind in Planung, sodass die Mobilität aller Reisenden verbessert wird.

Parallel zu den Arbeiten der ÖBB plant die Asfinag die Sanierung des Katschberg- und Tauerntunnels ab Herbst 2027. Diese Maßnahmen werden koordiniert mit den Sanierungsarbeiten der Deutschen Bahn zwischen Rosenheim und Freilassing. Diese umfassende Vorgehensweise zeigt, dass die Infrastruktur in Österreich einen hohen Stellenwert hat und kontinuierlich verbessert wird.

Investitionen in die Infrastruktur

Im größeren Kontext dieser Sanierungsarbeiten ist auch die aktuelle Strategie der Bundesregierung zu betrachten. Bis 2029 sind Investitionen von insgesamt 166 Milliarden Euro in die Infrastruktur geplant, wobei ein Fokus auf der Sanierung maroder Bahnstrecken und Autobahnbrücken liegt. Rund 107 Milliarden Euro sollen in die Schiene fließen, wobei die Verkehrsinvestitionen im Vergleich zu den Jahren 2020 bis 2024 um etwa 60 Prozent steigen sollen.

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Die Bahn plant Generalsanierungen von über 40 stark belasteten Strecken, und die Modernisierung von rund 100 Bahnhöfen wird bereits in diesem Jahr in Angriff genommen. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Infrastrukturpakets, das auch die Digitalisierung von Abfertigung und Ticketverkauf beinhaltet. So wird nicht nur die Reisequalität verbessert, sondern auch die Effizienz des Schienenverkehrs gesteigert.

Mit diesen Entwicklungen wird Bad Gastein nicht nur als touristisches Ziel weiter aufgewertet, sondern auch die Anbindung an den überregionalen Verkehr wird nachhaltig gestärkt. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Infrastrukturmaßnahmen in den kommenden Jahren entfalten werden und welche positiven Effekte sie auf die Region haben.