In Wels ist etwas ganz Besonderes passiert: Die Soroptimistinnen haben eine großartige Spende von 1.000 Euro für die tiergestützte Therapie am Integrativen Schulzentrum Wels (ISZ) bereitgestellt. Das ist nicht nur eine nette Geste, sondern für viele Familien eine entscheidende Unterstützung. Denn jede Therapieeinheit mit einem Therapiebegleithund kostet immerhin 50 Euro. Ein Betrag, der sich schnell summieren kann, wenn man bedenkt, wie wichtig diese Therapie für Kinder ist, die soziale, emotionale oder kognitive Förderung benötigen.
Manuela Rittenschober, die Leiterin des ISZ, hebt die Bedeutung dieser Therapieform hervor. „In kleinen Gruppen erleben die Kinder Vertrauen, Verantwortung und schaffen sich echte Erfolgsmomente“, erklärt sie mit einem strahlenden Lächeln. Die Fortschritte der Kinder sind wirklich beeindruckend. Die tiergestützte Therapie wird am ISZ schon seit vielen Jahren angeboten und hat sich als unglaublich wertvoll erwiesen. Rittenschober ist sich sicher: Die Hunde spielen eine besondere Rolle in diesem Prozess und unterstützen die Kinder auf eine Art und Weise, die oft nicht in Worte zu fassen ist.
Die Rolle der Therapiebegleithunde
Therapiebegleithunde, oder kurz TTT (Therapiebegleittier-Teams), sind im pädagogischen, psychologischen und rehabilitativen Bereich sehr gefragt. Sie kommen bei einer Vielzahl von Angeboten zum Einsatz, die sich an Kinder, Jugendliche, Erwachsene und sogar ältere Menschen richten. Diese Tiere helfen, Einschränkungen und Verhaltensstörungen zu überwinden, und sie tun dies auf eine so liebevolle und verständnisvolle Weise, dass es einfach schön anzusehen ist.
Die TTT arbeiten dabei eng mit Fachleuten wie Ergotherapeuten, Psychologen und Pädagogen zusammen. Ihre Aufgaben sind vielfältig: Sie unterstützen nicht nur die Wiederherstellung körperlicher und emotionaler Funktionen, sondern fördern auch Fähigkeiten und Fertigkeiten, die im Alltag wichtig sind. Das Besondere ist, dass die spezifischen Ziele der Therapie immer individuell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Person abgestimmt werden. Das sorgt dafür, dass jeder die Hilfe bekommt, die er wirklich braucht.
Tiere als Eisbrecher
Ein weiterer faszinierender Aspekt der tiergestützten Therapie ist die Art und Weise, wie Tiere als „Eisbrecher“ fungieren. Sie schaffen eine angenehme, offene Atmosphäre, die es den Patienten erleichtert, über ihre Probleme zu sprechen. Das ist besonders wichtig, wenn es um verletzliche Themen geht. Oft sind es die Tiere, die den ersten Schritt machen – sei es mit einem sanften Blick oder einem freudigen Schwanzwedeln. Sie helfen, anfängliche Widerstände abzubauen und ermöglichen tiefere Gespräche über ängstigende Aspekte des Lebens.
In der Therapie können Tiere eine „sichere Basis“ für die Patienten bieten. Sie motivieren dazu, aktiv an der Therapie teilzunehmen. Der Kontakt zu einem Therapietier kann für viele eine belohnende Erfahrung sein, die die Mitarbeit stärkt und neue Perspektiven eröffnet. Und nicht zu vergessen: Die beruhigende und angstmildernde Wirkung dieser Tiere kann Wunder wirken. Das ist nicht nur für die Kinder am ISZ in Wels von Bedeutung, sondern gilt für viele Menschen, die in schwierigen Lebenssituationen stecken.
Die Spende der Soroptimistinnen hat also nicht nur eine finanzielle Entlastung für die Schule und die Eltern gebracht, sondern auch einen bedeutenden Schritt in Richtung einer besseren Unterstützung für die Kinder, die diese Therapie dringend benötigen. Es ist immer wieder berührend zu sehen, wie viel Gutes durch solche Initiativen bewirkt werden kann – und das ganz ohne viel Aufhebens. Hier in Wels, wo Mensch und Tier Hand in Hand arbeiten, wird die Welt ein kleines Stück schöner.