Die Gemeinde Weißkirchen unter der Leitung von Bürgermeister Patrick Krutzler (SPÖ) ist auf einem vielversprechenden Kurs. Eine Vielzahl an Bauprojekten und gesellschaftlichen Aktivitäten stehen auf der Agenda, die darauf abzielen, die Lebensqualität für die Bewohner zu verbessern. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der Erstellung des Gemeindebudgets, das in diesem Jahr ausgeglichen ist, obwohl die Umlagen und Pflichtbeiträge steigen. Der Gemeinderat hat den Voranschlag einstimmig beschlossen, um die notwendigen Investitionen zu ermöglichen und die Entwicklung der Gemeinde voranzutreiben.
Ein besonderes Augenmerk gilt der Entwicklung des Ortskerns. Der Ankauf des Rockenschaub-Areals eröffnet neue Chancen für die Innenentwicklung, auch wenn größere Projekte aufgrund finanzieller Mittel kurzfristig eingeschränkt umsetzbar sind. Um die Herausforderungen der ländlichen Entwicklung zu meistern, kooperiert die Gemeinde mit der Technischen Universität Wien. Im kommenden Wintersemester wird ein Masterprojekt im Studiengang Raumplanung durchgeführt, das sich mit der Analyse der Unteren Dorfstraße und angrenzender gemeindeeigener Grundstücke beschäftigt. Ziel ist die Erarbeitung von Nutzungskonzepten, die nicht nur den aktuellen Bedürfnissen gerecht werden, sondern auch zukünftige Entwicklungen antizipieren.
Wichtige Projekte im Blick
Ein zentrales Projekt, das die Gemeinde derzeit vorantreibt, ist der Neubau des Feuerwehrhauses. Dieses befindet sich aktuell im Behördenverfahren, und trotz der notwendigen Gespräche und Planungen konnte noch kein Finanzierungsbeschluss gefasst werden. Der Baustart des Feuerwehrhauses soll jedoch frühestens im Herbst erfolgen, sodass die Feuerwehr schon bald in einem modernen Gebäude agieren kann.
Die Herausforderungen, die sich der ländlichen Entwicklung stellen, sind nicht zu unterschätzen. Ähnlich wie in anderen ländlichen Räumen, etwa in Schleswig-Holstein, sieht sich auch Weißkirchen mit Themen wie Gebäudeleerstand, der Digitalisierung und den sich ändernden Wohnbedarfen konfrontiert. Die Unterstützung durch das Land für die Ortskernentwicklung ist daher von großer Bedeutung, um die Attraktivität der Gemeinde zu erhalten und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, lebendige Ortskerne zu schaffen, die zeitgemäßes Leben und Wohnen sowie wohnortnahe Versorgung und zukunftsfähige Arbeitsplätze bieten.
Fördermöglichkeiten und Konzepte
Um diese Vorhaben zu realisieren, können auch in Weißkirchen Fördermittel in Anspruch genommen werden. Die „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) ermöglicht die Kofinanzierung von Projekten, die die ländliche Entwicklung unterstützen. So wurden in Schleswig-Holstein seit 2019 über 84 Millionen Euro für Projekte in Orten mit weniger als 10.000 Einwohnern bereitgestellt, was auch für kleinere Gemeinden wie Weißkirchen eine wertvolle Unterstützung darstellen kann.
Die Förderung umfasst nicht nur lokale Basisdienstleistungen und die Schaffung von Dorfgemeinschaftshäusern, sondern auch die Umnutzung dörflicher Bausubstanz. Grundlage für die Förderung sind die Ortskernentwicklungskonzepte, die in Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren erstellt werden. Diese Konzepte tragen dazu bei, die Lebens-, Arbeits- und Erholungsräume in der Gemeinde zu bewahren und weiterzuentwickeln.
Insgesamt zeigt sich, dass Weißkirchen auf einem guten Weg ist, die Herausforderungen der ländlichen Entwicklung aktiv anzugehen. Mit einem ausgeglichenen Voranschlag und einer klaren Vision für die Zukunft wird die Gemeinde weiterhin als attraktiver Wohnort und Lebensraum für ihre Bürger fungieren.