Wanderfreunde packen an: Gemeinsam für den Welser Höhenweg
Der Welser Höhenweg, eine beeindruckende alpine Route, erstreckt sich über 56 Kilometer (Linzer Variante) oder 62 Kilometer (Welser Variante) und bietet Wanderern nicht nur einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Natur, sondern auch eine Herausforderung mit einem Höhenunterschied von 3.200 Höhenmetern. Der höchste Punkt, der Schönberg, thront majestätisch auf 2.093 Metern. Ein echtes Paradies für Bergfreunde, die sich auf den Weg von Hinterstoder oder Grünau im Almtal nach Bad Ischl machen.
Umso erfreulicher ist es, dass die Sektion Wels des Alpenvereins Unterstützung bei der Instandhaltung dieses wertvollen Wanderwegs erhielt. 17 Schülerinnen und Schüler der HTL 1 Linz, zusammen mit drei Professoren, packten kräftig mit an. Rund um den Schönberg im Toten Gebirge ging es für die jungen Leute hoch hinaus, um den Weg zu befreien und zu beschildern.
Gemeinsam für den Erhalt der Natur
Der Arbeitseinsatz war ein echtes Gemeinschaftsprojekt, organisiert von Wegewart Heinz Holzinger. Nach dem schweißtreibenden Aufstieg zur Ischler Hütte warteten körperlich fordernde Arbeiten auf die fleißigen Helfer. Während die eine Gruppe mit Latschen und Grünerlen kämpfte, kümmerte sich die andere um die Wegweiser und die Neuausrichtung bestehender Tafeln. „Gut gepflegte Wanderwege sind essenziell für sicheres Bergwandern“, betont Holzinger. Doch dieses Engagement ist nur durch ehrenamtliche Arbeit möglich. Ein schöner Gedanke, nicht wahr?
Für die Schüler war es bereits der zweite Einsatz in Zusammenarbeit mit der Welser Alpenvereinssektion. Im Vorjahr hatten sie bereits beim Instandsetzen des Weges auf den Zwillingskogel bei Grünau mitgewirkt. So schärfen sie nicht nur ihre sozialen Fähigkeiten, sondern verbinden auch nützliche Arbeit mit der Liebe zur Natur. Wer weiß, vielleicht wächst hier eine neue Generation von Bergliebhabern heran, die die Tradition des Wanderns und der Naturpflege weiterträgt.
Der Welser Höhenweg im Überblick
Der Welser Höhenweg ist mehr als nur ein Wanderweg; er ist ein Stück Geschichte. Er entstand aus alten Vieh-, Jäger- und Saumpfaden, die seit über 2000 Jahren genutzt werden. Der Alpenverein Wels hat den Weg 2019 zusammengefügt und im Jahr darauf beschildert. Die offizielle Eröffnung steht im Sommer 2024 an. Mit einer Vielzahl von beteiligten Organisationen, darunter Städte wie Wels, Linz und Bad Ischl sowie lokale Gemeinden, wird die Bedeutung des Weges für die Region deutlich. Markus Hepp, Physiotherapeut und Vorstandsmitglied des Alpenvereins Wels, ist der Initiator dieses Projektes, unterstützt von Persönlichkeiten wie Herbert Peterstorfer, Obmann des Alpenvereins, und Andreas Rabl, Bürgermeister von Wels.
Dieser Weg ist ein wahres Juwel im Toten Gebirge und zieht Wanderer aus nah und fern an. Wer sich auf das Abenteuer einlässt, wird nicht nur mit spektakulären Ausblicken belohnt, sondern auch mit der Gewissheit, dass er Teil einer Gemeinschaft ist, die sich für den Erhalt der Natur einsetzt. Es ist wie ein großes Familienfest der Bergfreunde, bei dem jeder Hand anlegt, um das Erbe der Berge zu bewahren. Und das alles, während man den Duft frischer Alpenluft einatmet und die Schönheit der Landschaft in sich aufnimmt.
Die Alpenvereine in Österreich betreuen insgesamt über 1500 Kilometer Wanderwege, und ihre Wegewarten sorgen dafür, dass diese Infrastruktur gepflegt und markiert bleibt. So wird das Bergwandern zu einem sicheren und unvergesslichen Erlebnis. Wenn du also das nächste Mal auf den Wegen der Alpen unterwegs bist, denk an die fleißigen Hände, die dafür gesorgt haben, dass du sicher und bequem von einem Gipfel zum anderen kommen kannst.
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