Heute ist der 9. Mai 2026 und während der Muttertag vor der Tür steht, wird in Österreich und darüber hinaus über die Bedeutung und den Wert dieser Tradition nachgedacht. Ein Leserbrief in einem lokalen Magazin hat die Frage aufgeworfen, was diese Muttertags-Traditionen eigentlich wert sind. Und hey, das ist eine gute Frage! Der Muttertag, der in vielen Ländern, darunter auch Deutschland, am zweiten Sonntag im Mai gefeiert wird, hat tiefgehende historische Wurzeln. Ursprünglich reicht die Feierlichkeit bis ins Jahr 250 v. Chr. zurück, als im alten Griechenland die Göttin Rhea, die Mutter des Zeus, gefeiert wurde. Diese Feste hatten einen ganz anderen Charakter als das, was wir heute kennen – es gab Opfergaben und große Zusammenkünfte.
Mit der Zeit hat sich der Muttertag, wie wir ihn heute kennen, weiterentwickelt. Im 13. Jahrhundert führte Heinrich III. in England den „Mothering Day“ ein, der die Rolle der „Mutter Kirche“ in den Vordergrund stellte. Familien kamen zusammen, um zu beten und Müttern Geschenke zu überreichen. Der Muttertag kann also auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken, die sich über verschiedene Kulturen und Epochen erstreckt.
Tierschutz und Ehrenamt
Inmitten dieser Überlegungen zum Muttertag gibt es in Urfahr-Umgebung auch einen spannenden Aufruf: Fressnapf sucht bis zum 10. Mai einzigartige Tierschutzprojekte für den „Tierisch engagiert“-Award. Dieser Preis hat das Ziel, ehrenamtliche Tätigkeiten im Tierschutz zu würdigen und junge Tierschützer:innen zu unterstützen. Ein wichtiges Vorhaben, das die Bedeutung des Tierschutzes unterstreicht. Immerhin investieren viele Menschen, die sich um Tiere kümmern, viel Zeit und Energie, oft ganz freiwillig. Das Engagement von Tierschützern, freiwilligen Helfern und Tierhaltern ist unermüdlich und verdient Dank und Anerkennung.
In einer Welt, in der 95 Prozent der Menschen die meiste Zeit in einem Umkreis von 25 Kilometern verbringen, vor allem in ihrer Heimatgemeinde oder -stadt, wird die lokale Gemeinschaft immer wichtiger. So ist es nicht verwunderlich, dass solche Initiativen und Traditionen wie der Muttertag und der Tierschutz in der Region lebendig gehalten werden.
Die Geschichte des Muttertags
Aber zurück zum Muttertag! Anna Jarvis, die in den USA gilt als die Begründerin des Muttertags, widmete diesen Feiertag ihrer verstorbenen Mutter. 1914 wurde der zweite Sonntag im Mai offiziell zum Feiertag erklärt. Ironischerweise war sie später sehr unzufrieden mit der Kommerzialisierung des Feiertags und wollte ihn sogar wieder abschaffen. Ein schöner Gedanke, dass der Tag nicht nur aus Blumen und Pralinen bestehen sollte. Während der Muttertag in den USA Einzug hielt, folgten Länder wie England, die Schweiz und Deutschland. In Deutschland wurde der Muttertag durch den Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber ins Leben gerufen und hat seitdem eine wechselvolle Geschichte erlebt, die sogar im Dritten Reich als Propaganda genutzt wurde.
Was bleibt also von diesen Traditionen? In einer Zeit, in der das Bewusstsein für die Rolle der Mütter, aber auch für die von Tierschützern, wächst, ist es wichtig, sowohl die Mütter als auch die Tiere zu ehren. Es ist eine Gelegenheit, innezuhalten und über die Verbindung zwischen Mensch und Tier nachzudenken und den besonderen Platz zu würdigen, den beide in unserem Leben einnehmen. Vielleicht ist das der wahre Wert dieser Traditionen: Sie erinnern uns daran, was wichtig ist und wie wir uns gegenseitig unterstützen können.